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Umringt und unterstützt: Florian Tyroller (vorn) bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde Wörthsee. 

Kommunalwahl 2020

Florian Tyroller will Bürgermeister werden

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Wörthsees Grüne schicken den 49-jährigen Gemeinderat Florian Tyroller ins Rennen um den Bürgermeisterposten. 

Steinebach – Grünen-Gemeinderat Florian Tyroller macht’s. Der 49-Jährige, der am Tag der Mondlandung am 20. Juli 1969 geboren wurde, bewirbt sich um den Bürgermeisterposten in der Gemeinde Wörthsee. In der Aufstellungsversammlung am Donnerstagabend im Seehaus in Steinebach hatte niemand Zweifel an seiner Kompetenz.

Seit 2014 ist Tyroller Mitglied des Gemeinderats. Er lebt seit seinem achten Lebensjahr in Steinebach und studierte nach dem Abitur Chemie. Weil er den Umgang mit Menschen vermisste, schwenkte er auf Lehramt um, studierte zusätzlich Biologie, Geografie und Informatik. „Ich bin wohl einer der wenigen Gymnasiallehrer mit vier abgeschlossenen Vollstudien“, stellte er in seiner Antrittsrede fröhlich fest.

Heute unterrichtet Tyroller am Max-Born-Gymnasium in Germering, ist Leiter der dortigen Sternwarte und Personalratsvorsitzender. Während seines Referendariats lernte Tyroller seine Frau Karin kennen, mit der er vier Kinder hat. Der Jüngste besucht die achte Klasse.

„Bei der Kommunalwahl 2014 habe ich mich bewusst noch nicht für das Amt beworben“, sagte Tyroller. Er habe erst Erfahrung sammeln wollen. „Ich will einfach wissen, was ich tue, meine Entscheidungen auf Wissen aufbauen.“ Neben seinem Beruf und vier Jahren Gemeinderat weist Tyroller Erfahrung in der Landwirtschaft und energetischen Sanierung auf: Seit 1998 bewirtschaftet die Familie eine kleine, nach Biokriterien geführte Landwirtschaft in Italien. Zudem sanierte Tyroller mit seiner Frau Karin sein Elternhaus am Steinberg. Durch Pflanzenöl-Bioheizkraftwerk und Solaranlage sei das Haus fast klimaneutral. Tyroller fährt einen selbst auf Elektroantrieb umgerüsteten alten Audi A2. „Auch das fällt unter die Rubrik handeln statt reden und Bedenken tragen“, sagte er.

Klimaneutrale Entwicklung der Gemeinde, ökologische Schwerpunkte beim Schaffen von Baurecht, zukunftssichere Hochwasserschutzmaßnahmen, mehr Schutz der Bevölkerung vor Parksuchverkehr und ein sinnvoller Umgang mit dem Siedlungsdruck: Das ist nur ein kleiner Auszug aus Tyrollers Programm für die Rathausarbeit. „Natürlich kann das alles kein Bürgermeister allein entscheiden“, sagte er. Die Mehrheiten müssten im Gemeinderat gefunden werden. „Aber ein hauptamtlicher Bürgermeister kann mit seiner kompetenten Verwaltung zusammen auch Dinge anstoßen.“ Für diese Aufgabe sei er auch aufgrund seiner beruflichen Erfahrung bestens gerüstet. Bei einer Wahl würde er sich von seinem Beruf freistellen lassen, sagte Tyroller.  hvp

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