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In Lastenräder passt eine Menge rein, und die Parkplatzsuche entfällt. 

Flotter unterwegs mit dem Lastenrad

Wenn der Freistaat Bayern sein neues Förderprogramm zum Lastenrad-Sharing schnürt, will die Gemeinde Wörthsee mit am Start sein. Aus gegebenem Anlass tagte am Mittwoch der Gemeinderat. Die Zeit drängt, denn bis zum 1. Juli 2020 muss die Bewerbung eingereicht sein. Die Räte beschlossen einstimmig, den Förderantrag zu stellen.

Wörthsee – Wenn der Freistaat Bayern sein neues Förderprogramm zum Lastenrad-Sharing schnürt, will die Gemeinde Wörthsee mit am Start sein. Aus gegebenem Anlass tagte am Mittwoch der Gemeinderat. Die Zeit drängt, denn bis zum 1. Juli 2020 muss die Bewerbung eingereicht sein. Die Räte beschlossen einstimmig, den Förderantrag zu stellen.

Michael Schabl von Isarwatt eG setzte die Ratsversammlung ins Bild: „Das ist ein tolles Förderprogramm für Lastenrad-Sharing und zeitlich dringend. Es werden vermutlich sieben Gemeinden in Bayern gefördert. Wörthsee hat, glaube ich, einen Vorteil, weil viel Potenzial da ist.“ Förderfähig sind Ortschaften mit maximal 130 000 Einwohnern. „Es dürfen keine Großstädte sein“, sagte Schabl. Gefördert werden 80 Prozent der Kosten für die Anschaffung der Transporträder, die Einrichtung der Stellplätze sowie die digitale Komponente des Verleihsystems und das Marketingkonzept. Für die laufenden Kosten des Lastenrad-Sharing muss die Gemeinde selber aufkommen. Bei acht Wörthseer Lastenrädern belaufe sich die jährliche Belastung laut Schabl auf rund 10 000 Euro. Im Falle von E-Lastenrädern verdoppele sich eventuell der Betrag, so der Planer. Bekommt Wörthsee den Förderzuschlag, soll der Start des Mietsystems bereits Ende März 2021 erfolgen. „Zum Sommer nächsten Jahres könnten Sie theoretisch alle mit Lastenrad unterwegs sein“, sagte Schabl.

Gerald Grobbel (Grüne), selbst passionierter Radler, begrüßt das Vorhaben: „Eine gute Idee, man muss am Förderprogramm teilnehmen, sonst würden die Kosten sehr hoch. Die Frage ist, wo man die Räder abstellt.“ Probat sei aus Sicht der Planer zunächst der Umgriff des Supermarktes an der Etterschlager Straße – ein naheliegender Einsatzort für Einkäufe. Raphael Draeger von Isarwatt kreiste erfahrungsgemäß zwei typische Nutzergruppen ein. Den überwiegend männlichen Nutzer im Durchschnittsalter von 37 Jahren sowie die Altersgruppe 65plus. „Menschen werden wieder mobil mit Lastenrad“, sagt Draeger und berichtet von Rentnerinnen, die sich dank Lastenrad-Sharing einen erheblichen Anteil des monatlichen Taxigeldes sparen. Bürgermeisterin Christel Muggenthal brachte den Beitrag zur CO2- Reduktion auf den Punkt: „Wir haben ja beschlossen, dass wir den Individualverkehr zugunsten des öffentlichen Verkehrs zurückdrängen wollen. Die Lastenräder sind ein weiterer Schritt.“

Nilda Höhlein

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