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Feuerwerke verursachen Feinstaub, machen eine Menge Müll und verschrecken die Tierwelt. Die Gemeinde Wörthsee will an die Bürger appellieren zu Silvester auf die Böllerei zu verzichten. 

Klimaschutz

Fünf Beschlüsse mit Blick auf das Klima

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Gleich fünf Anträge der Gruppierung WörthseeAktiv hatten Wörthsees Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung abzuarbeiten. Allesamt wurden positiv beschieden und haben indirekt mit der Ausrufung des Klimanotstands in Wörthsee zu tun.

Wörthsee – Die Einführung von Mitfahrerbänken, die Vermeidung von Feinstaub durch Feuerwerke, die Aufstellung von mindestens zwei E-Tankstellen, die Einführung eines CarSharings und die Prüfung der Frage, ob die Nutzung der MVV-Busse im Ort kostenfrei erfolgen kann – diese fünf Maßnahmen hatte die Gruppierung vorgeschlagen. Am Ratstisch gab es in keinem Fall Widerstand, im Gegenteil. Florian Tyroller (Grüne) bemerkte allerdings, WörthseeAktiv habe die Anträge „aus dem Grünen-Archiv gezogen“, was Paul Grundler (WörthseeAktiv) so nicht stehen lassen wollte: „Die Gemeinde muss Vorbild leben und initiativ werden“, sagte er. „Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, das war bei euch nicht der Beweggrund.“ Tyroller war auch nicht sauer: „Wir sind sehr dafür.“

Die Sitzung brachte folgende Ergebnisse: Die Gemeinde Wörthsee wird in diesem Jahr zu Silvester an alle Bürger appellieren, auf das Geballer mit Feuerwerkskörpern freiwillig zu verzichten. Die Gemeinderäte waren sich einig darüber, dass die Treffen am Seeufer zu nächtlicher Stunde seit Jahren ohnehin eher wenig Spaß machen: „Nach zwei Minuten sieht man vor lauter Rauch nichts mehr“, stellte Bürgermeisterin Christel Muggenthal fest. Sie könne sich gut vorstellen, im nächsten Jahr auch eine gemeindliche Feier anzubieten. Verbieten könne die Gemeinde Feuerwerke nicht.

Ein Feuerwerk wie beispielsweise das des Trachtenvereins im Sommer werde vom Landratsamt genehmigt und gelte als „künstlerische Darstellung“. Jakob Aumiller (CSU) bemerkte in diesem Zusammenhang, dass die Emissionen bei Profis auch ganz andere seien als bei der privaten Knallerei. „Das ist ein Riesenunterschied“, sagte er.

Für Mitfahrerbänke hatte WörthseeAktiv insgesamt fünf Standorte vorgeschlagen. Beim Alten Wirt in Etterschlag, in der Ortsmitte von Auing, beim Edeka in Waldbrunn, an der Kirche in Walchstadt und bei der Feuerwehr Steinebach beziehungsweise an der Maistraße könnten Mitfahrerbänke entstehen, außerdem beim Dorfladen und an der Etterschlager Straße. Die Verwaltung soll die Standorte prüfen, die Kosten der Bänke sollen ermittelt werden. Muggenthal schlug vor „zu schauen, wie es andere Gemeinden machen“. Abgesehen davon fand sie die Vorstellung gut, dass im Ort mehr Sitzgelegenheiten entstehen. „Wir haben zu wenige Bänke, finde ich.“ Die Verwaltung wird Kosten und Möglichkeiten ermitteln.

Bei den E-Ladesäulen will sich die Gemeinde in Herrsching informieren. Ziel, da waren sich alle einig, sei ein flächendeckendes Prinzip. Dirk Bödicker (WörthseeAktiv) pochte auf eine schnelle Umsetzung. „Ich will nicht drei Jahre warten“, sagte er. Gerhard Grobbel (Grüne) hatte bei Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster nachgefragt: „Im Dezember ist das ein Thema in der Bürgermeisterdienstbesprechung“, wusste er. Die Verwaltung soll die Möglichkeiten recherchieren. Das gilt auch für die Einführung des Car-Sharings, für das sie Partner ermitteln soll.

Komplizierter zu beantworten war die Frage, ob der MVV-Bus im Ort kostenfrei genutzt werden kann. Möglich ist die Einführung eines Tickets, das die Gemeinde kauft und dem Personenkreis überlässt, der nur im Ort mit dem Bus unterwegs ist. Die Verwaltung wird dies mit dem Landratsamt und dem MVV besprechen. Alle Beschlüsse fielen einstimmig.

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