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Wachen am See: die Figuren von Marianne Schweigler. Sie sind aus modelliertem Beton.

Skulpturenweg eröffnet in Steinebach

Kunst am und rund um den See

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Die Gemeinde Wörthsee lädt zur Eröffnung ihres Skulpturenwegs ein. Die Idee zu dieser Kunstattraktion wurde schon vor einigen Jahren geboren.

Steinebach – Sie fallen schon länger ins Auge, die in der Gemeinde Wörthsee verteilten Skulpturen. Vor dem Rathaus in Steinebach schimmern bronzene Werke von Walter Kopp, am See wachen hohe Figuren von Marianne Schweigler, und vor dem Gästehaus „Die Grundlers“ liegen seit wenigen Wochen zwei große Kugeln von Ute Lechner und Hans Thurner im Grünen. All diese Objekte und noch viel mehr gehören zum Skulpturenweg Wörthsee, der an diesem Donnerstag, 10. Oktober, im Rahmen einer Vernissage eröffnet wird. Beginn ist um 17 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Steinebach.

Die Idee zu einem Skulpturenweg hatten Andi Huber und Johannes Englmeier, beide aus Wörthsee, schon vor einigen Jahren. Englmeiers Arbeit „Fremdlinge“ erhielt einen Platz am Fußweg zur Bahn, dann aber geschah länger nichts. Im Juni 2018 überließ der Künstler Walter Kopp der Gemeinde zwei bronzene Figuren als Dauerleihgabe – und das Projekt nahm an Fahrt auf. In diesem Sommer kamen die beiden Kugeln bei der Familie Grundler hinzu: Sie stammen aus einer älteren Ausstellung mit dem Titel „Die Welt ist keine perfekte Kugel“, die Ute Lechner und der vor zwei Jahren verstorbene Hans Thurner aus Wasserburg am Inn einst gemeinsam konzipiert hatten.

Der Skulpturenweg führt vom Rathaus aus in zwei Richtungen

Der Skulpturenweg soll am Rathaus beginnen und von dort aus in zwei Richtungen führen, ans Ostufer zum Badegelände am Birkenweg und auch in die andere Richtung zum Badeplatz an der Rossschwemme in Walchstadt. Die „Fremdlinge“ erhalten einen Platz nahe des Birkenwegs, bei der Pension am See sind hölzerne Köpfe von Helga Bäumler (Ingolstadt) zu sehen. Dazu kommen ein Mikadoprojekt von Grundschülern aus Wörthsee, eine Comic-Produktion von Gwenivere Lyon (Wörthsee) und die Betonfiguren von Marianne Schweigler aus Breitbrunn.

Bei den genannten Werken soll es nicht bleiben: Wörthsees Kulturreferentin Juliane Seeliger und Künstler Englmeier sind im Gespräch mit den Verantwortlichen für den Skulpturenweg Schondorf-Eching, der nach und nach aufgelöst werden soll. „Vielleicht kommt das eine oder andere Kunstwerk zu uns“, hofft Englmeier. „Wir erhalten auch viele Anfragen“, freut sich Seeliger. Andi Huber fertigt für jedes Kunstwerk einen so genannten Meilenstein an, der vor den Exponaten im Weg als eine Art Pflasterstein eingefügt wird. Dort sind neben den Koordinaten auch der Name des Werks, sein Erschaffer und ein Code fürs Handy zu finden.

Seeliger: Der Weg ist ein dynamisches Projekt

„Der Skulpturenweg versteht sich als ein dynamisches, wachsendes Projekt“, erklärt Seeliger. Einige der Objekte sollen dauerhaft stehen, andere Stellplätze sind für wechselnde Werke vorgesehen. Ein gemeinnütziger Verein habe sich bereits gegründet, der um Mitglieder und Förderer wirbt, die den Kunstweg am Wörthsee unterstützen wollen. Auch eine Internetseite ist unter www.skulpturenweg-woerthsee.de in Planung. Ziel sei, so Seeliger, den Skulpturenpfad eines Tages rund um den See zu führen. Die Gemeinde bezuschusst das Projekt mit 1000 Euro (wir berichteten).

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