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Sie machen alle weiter: (vorn v.l.) Kassenwart Christiane Schmalz, Vorsitzende Maria Rita Heßmann und stellvertretende Vorsitzende Petra Grabmaier, (stehend v.l.) Beisitzerin Angelika Rothenanger, Beisitzerin Sybille Siersch, Schriftführerin Gundi Kögel, ihre Vertreterin Barbara Berg-Schlosser und Beisitzerin Eveline Schinharl. 

Nachbarschaftshilfe Wörthsee

Eine runde Sache

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Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Nachbarschaftshilfe Wörthsee. Bei der Jahresversammlung präsentierte der Vorstand spannende Zahlen und wurde im Amt bestätigt. 

Wörthsee – Der Laden läuft, dafür sprechen nicht zuletzt Neuwahlen, bei denen die zahlreichen Gäste alle Vorstandsmitglieder ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigten. Sorgen bereiten der Nachbarschaftshilfe Wörthsee (NBH) derzeit nur die auch durch den Kauf von zwei Fahrzeugen bedingten Schulden. Aber auch da herrscht Zuversicht. „Das kriegen wir hin“, sagte Kassenwartin Christiane Schmalz bei der Jahresversammlung am Dienstagabend in den Räumen des Vereins am Teilsrain. Sie war so gut besucht, dass die Stühle fast nicht reichten.

Vorsitzende Maria Rita Heßmann freute sich. Über die vielen Besucher, den beherzten Einsatz aller Mitarbeiter, die gute und harmonische Zusammenarbeit, die Großzügigkeit der Gönner und die Unterstützung der Gemeinde, die mit Gemeinderäten und Bürgermeisterin Christel Muggenthal vertreten war.

Der Geschäftsbericht ist umfangreich. 492 Mitglieder verzeichnet die NBH, 40 wurden im Jahr 2018 dazugewonnen, sieben verlor der Verein durch Wegzug, 13 verstarben. Die NBH ist an allen Ecken der Gemeinde aktiv: Mittagsbetreuung in der Schule, Ferienprogramm, Kinderkleidermärkte. Mit viel Applaus wurde Geli Winkler verabschiedet, die acht Jahre lang jeden Mittag kiloweise Obst und Gemüse für die Schulkinder geschnippelt hat. Die Hausaufgabenbetreuung läuft bestens. Auch die Spielgruppen im Urban-Dettmar-Haus sind beliebt, der ebenfalls im Untergeschoss befindliche Kleiderbasar spielte 3500 Euro ein. „Es wäre allerdings schön, wenn noch mehr Kunden den Weg zu uns finden, die nicht nur Kleidung bringen, sondern auch kaufen“, sagte Heßmann.

Auch die Erwachsenen spielen eine große Rolle bei der NBH. Ihre Mitarbeiterinnen helfen Senioren beim Einkaufen oder Arztbesuchen, Margot Köhler bietet ein Erzählcafé als Treffpunkt. Dazu kommen Kino- und Ausstellungsbesuche, Ausflüge wie nach Landshut. Martin Polz aus Walchstadt zeigte sein Dorf, unterstützt von Fachleuten informierte die NBH über Seniorenrechte, Zahnpflege und mehr.

Wie bei allen Nachbarschaftshilfen, so spielt auch in Wörthsee der ambulante Pflegedienst eine große Rolle. Leiterin Angelika Rothenanger berichtete von rund 45 Pflegebesuchen täglich. „Insgesamt wurden an 365 Tagen im Jahr mehr als 16 500 Einsätze gefahren“, berichtete sie. 69 Stunden lang ließen sich die Mitarbeiterinnen fortbilden. Die von Uschi Klingelhöfer betreute Tagespflege im Urban-Dettmar-Haus betreut derzeit 27 Tagesgäste. „Es sind noch Plätze frei“, sagte Rothenanger.

Mit der Pflege kommen auch die großen Zahlen ins Spiel. Kassenwartin Schmalz nannte Einnahmen in Höhe von rund 571 000 Euro. Die Ausgaben – größter Posten sind hier die Personalkosten mit rund 484 000 Euro – schlagen mit insgesamt rund 612 000 Euro zu Buche. Macht rund 41 000 Euro Defizit. „Aber keine Panik, ich kann sie beruhigen, wir haben ausreichende Rücklagen“, sagte Schmalz. Aber die NBH habe zwei Fahrzeuge kaufen müssen, und auch die Außenstände bei den Krankenkassen seien hoch. Die Tagespflege ist mit einem Defizit in Höhe von rund 24 000 Euro unterwegs. „Aber das ist bei den meisten Einrichtungen, die wir kennen, der Fall.“

Großes Lob gab es von Bürgermeisterin Muggenthal. „Wir wissen, was wir an Ihnen haben“, sagte sie und machte eine Ankündigung: Danach ist sich die Kirche mit einem Investor einig geworden, der auf dem Kirchengrundstück Seniorenwohnungen realisieren will. „Wir bauen da auch auf Sie“, sagte sie an Heßmann gewandt.

Dann wurde geschwind und ohne Aufhebens gewählt: Erste Vorsitzende bleibt Maria Rita Heßmann, ihre Vertreterin Petra Grabmaier. Christiane Schmalz verwaltet weiter die Kasse, Gundi Kögel kümmert sich ums Schriftliche – unterstützt von Barbara Berg-Schlosser. Eva Schinharl, Angelika Rothenanger und Sybille Siersch sind Beisitzerinnen, Dr. Ludwig Macher wurde in Abwesenheit zum Kassenwart bestimmt.

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