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Herrliche Kulisse: In Steinebach am Wörthsee fand das Seefest der Donarbichler mit Fischerstechen statt. 

Seefest D‘Donarbichler

„Das schönste Fest in Wörthsee“

Hunderte Menschen bevölkerten am Freitagabend das Ufer des Wörthsees in Steinebach. Der Trachtenverein d‘Donarbichler hatte zu seinem Seefest geladen. 

Steinebach – Es hätte schöner nicht sein können. Der Wörthsee glitzerte in der Abendsonne, die Musik der Isarwinkler schallte über das Wasser, der Duft von Gegrilltem lag in der Luft: Das Seefest der Donarbichler, zum Glück wegen des Wetters auf Freitagabend verlegt, wird erneut in die Annalen eingehen, weil es einfach so herrlich war. Da störte es auch nicht, dass sich zum Fischerstechen, einem der Höhepunkte des Abends, nur 14 mutige Teilnehmer angemeldet hatten. Weil das Turnier auf 16 Fischerstecher ausgerichtet ist, gab’s flugs Freilose für zwei Teilnehmer, die die erste Runde verloren hatten.

Unter lautem Gegröle und viel Jubel positionierten sich die Fischerstecher auf der wackeligen Planke. Hunderte Zuschauer drängelten sich nicht nur am Ufer. Einige ruderten mit eigenen Booten heran, um einen besseren Blick auf das Geschehen zu haben. „Die Ruderer sind von uns gestellt, außer man möchte seine eigenen haben“, berichtete der Vorsitzende der Donarbichler, Jakob Aumiller, am Rande. Jeder Fischerstecher erhielt einen außergewöhnlichen Spitznamen. Moderator Aumiller rief entsprechend die „Affenbande Schwedisch“ oder die „Nasenbohrer“ aus. Nachdem die ersten Teilnehmer sich erfolgreich durch Achtel – und Viertelfinale gekämpft hatten, gab es eine Pause. Die nutzte Bürgermeisterin Christel Muggenthal, um sich zu bedanken: „Dieses Fest gibt es mittlerweile seit über 30 Jahren und auch heuer ist es wieder das größte und schönste Fest in Wörthsee.“

Weiter ging’s mit dem Halbfinale. Durchsetzen konnten sich schließlich Johann Ranzau („Der Preiß“), Florian Aumiller („Farmer Flo“), Thomas Aumiller („Der Nuima“) und ein Gast aus Schottland, Graham Mac Nair („Der Schotte“). Im kleinen Finale standen sich schließlich Johann Ranzau und Graham Mac Nair gegenüber – „Preiß gegen Schotte“, das sorgte natürlich für Heiterkeit. Johann Ranzau stieß Mac Nair schließlich von der Planke und sicherte sich damit den dritten Platz. Im großen Finale nahmen sich die Brüder Florian und Thomas Aumiller ins Visier – übrigens weder verwandt noch verschwägert mit dem Vorstandsvorsitzenden Jakob Aumiller. Die beiden lieferten sich ein hartes Duell. „Es ist ein erbitterter Kampf. Beide stehen wie angeschraubt auf ihren Booten“, kommentierte Aumiller. Den Sieg trug der jüngere Bruder, Florian Aumiller, davon. Er freute sich, war er doch im vergangenen Jahr noch Dritter geworden. Die Besten des Abends wurden schließlich bei der Siegerehrung fröhlich gefeiert – für die Plätze eins bis drei gab es einen Pokal und auch der Viertplatzierte durfte sich über eine Flasche Sekt freuen.

Der Abend am Wörthsee war danach noch lange nicht vorbei. Als sich schließlich die Dunkelheit auf das Wasser senkte, zündeten die Donarbichler ein stattliches Feuerwerk. Über Minuten war der See hell erleuchtet, die Kaskaden spiegelten sich in der Wasseroberfläche, das Publikum raunte. Schön war’s!

pap

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