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Mit der S-Bahn fuhr ein Wörthseer mehrfach schwarz.

„Erhebliche kriminelle Energie“

Mann bei Schwarzfahren erwischt, jetzt muss er ins Gefängnis - so rechtfertigt er sich

Ein Mann aus Wörthsee muss ins Gefängnis, weil er immer wieder ohne Ticket in die S-Bahn stieg. Vor Gericht rechtfertigt er sich - und spricht von einer Notsituation. 

Wörthsee– Seine Grundsicherung reicht für häufige MVV-Fahrten nicht aus. Dennoch bestieg ein arbeitsloser 64-Jähriger aus Wörthsee in den Jahren 2017 und 2018 immer wieder ohne gültigen Fahrschein die S-Bahn. Deshalb musste er sich vor dem Starnberger Amtsgericht nun wegen sechs Schwarzfahrten verantworten. Der gelernte Radio- und Fernsehtechniker rechtfertigte sie mit dem Dienst am Menschen.

Mann immer wieder beim Schwarzfahren erwischt: So rechtfertigt er sich

„Es geschah aus einer Notsituation heraus, die immer noch nicht ausgestanden ist“, sagte er. Offenbar fuhr er schwarz, um einen Bekannten oder eine Bekannte in einer geschlossenen Anstalt zu besuchen. „Es geht um die Not dieses Menschen“, betonte der 64-Jährige immer wieder. Richterin Christine Conrad zeigte sich unbeeindruckt: „Die Fahrten müssen Sie bezahlen, auch wenn Sie von Hartz IV leben.“ Hinzu kam, dass der amtsbekannte Bewährungsversager bereits fünffach vorbestraft ist.

Mann bei Schwarzfahren erwischt: “Erhebliche kriminelle Energie“

Einsicht und Reue ließ der Wörthseer im Sitzungssaal nicht erkennen. Seinen Hinweis, dass ihm einige Fahrkarten aus der Tasche gerutscht seien, konnten weder die Staatsanwältin noch das Gericht ernst nehmen. Zwar beläuft sich der Schaden nur auf 36 Euro – ein Pardon gab es für den 64-Jährigen trotzdem nicht mehr. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhängte Richterin Conrad eine sechsmonatige Gefängnisstrafe. Nachteilig wirke sich vor allem die Beharrlichkeit des Mannes aus, so Conrad: „Das ist eine erhebliche kriminelle Energie, wenn man schon eine Anklage auf dem Tisch liegen hat und dann trotzdem wieder schwarzfährt.“

Nilda Höhlein

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Ein Bub (13) konnte auf seinem Fahrrad einem älteren Ehepaar nicht mehr ausweichen, das auf die Straße lief. Er stieß mit einer Frau zusammen - dann eskalierte die Situation (Merkur.de*).

Weil er gegen Fahrpreise in öffentlichen Verkehrsmitteln kämpft, musste sich ein 20-Jähriger aus Gilching vor dem Starnberger Jugendgericht verantworten, berichtet Merkur.de*.

Ganz legal mit gültigem Ticket stieg ein Mann in die S-Bahn. Die Kontrolleure in München fanden aber nach seiner Fahrt einen Haken an der Sache, berichtet tz.de*.

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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