1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Wörthsee

Triathlonfieber und Flohmarkt-Flair

Erstellt:

Von: Laura Forster

Kommentare

 Am Nachmittag konnten Flohmarktliebhaber in den Garagen der Bürger der Gemeinde Wörthsee nach Schätzen stöbern.
Am Nachmittag konnten Flohmarktliebhaber in den Garagen der Bürger der Gemeinde Wörthsee nach Schätzen stöbern. © Andrea Jaksch

500 Sportlerinnen und Sportler zog es am vergangenen Sonntag zum Wörthsee-Triathlon. Am Nachmittag fand in der Gemeinde ein Garagenflohmarkt statt.

Wörthsee – 13 Grad und Dauerregen – das angesagte Wetter für vergangengen Sonntag war alles andere als Triathlon-tauglich. „Am Samstagabend bin ich mit Bauchschmerzen ins Bett gegangen“, sagt Walter Neumann, Veranstaltungsleiter des Wörthsee-Triathlons im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Am Ende hat es Petrus aber doch gut mit uns gemeint.“ Davon profitierten auch die rund 100 Wörthseer, die am ersten Garagenflohmarkt der Gemeinde teilnahmen.

Pünktlich zum Start des Triathlons um 8.35 Uhr hörte der Dauerregen auf. Die Sonne versteckte sich zwar weiterhin hinter dicken Wolken, laut Neumann waren es trotzdem perfekte Bedingungen für den Mehrkampf. Rund 600 Triathlon-Anmeldungen lagen ihm vor. „Wetterbedingt sind einige nicht gekommen“, sagt Neumann. Am Ende starteten 500 Teilnehmer, 490 kamen ins Ziel. Wie jedes Jahr konnten sich die Sportbegeisterten entweder für die olympische Distanz mit einer 1,5 Kilometer langen Schwimmstrecke, einer 40 Kilometer langen Fahrrad- und einer zehn Kilometer langen Laufstrecke oder den Volkstriathlon entscheiden. Die zweite Variante ist mit 600 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und sechs Kilometer Laufen deutlich kürzer. Trotzdem wählte die Mehrheit der Sportler (276) die härtere Version. Mit einer Zeit von einer Stunde und 59 Minuten schaffte es der 21-jährige Marchelo Kunzelmann-Loza als erster ins Ziel. Doch nicht nur junge Triathleten nahmen bei der Sportveranstaltung am Wörthsee teil. „Der älteste Sportler war 79 Jahre alt“, sagt Neumann. „Das ist schon eine Leistung.“

Volles Programm: Am Vormittag mussten die Triathleten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen schwitzen.
Volles Programm: Am Vormittag mussten die Triathleten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen schwitzen. © Andrea Jaksch

Trotz der schlechten Fahrbahnbedingungen kam es während des Radfahrens nur zu zwei Stürzen, beide bergab auf der Strecke Richtung Hechendorf. „Da ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert. Es musste keine ärztliche Hilfe kommen“, sagt Neumann. Der Veranstaltungsleiter und sein Team hatten die Teilnehmer im Vorfeld wegen der starken Regenfälle der vergangenen Nacht um Vorsicht gebeten.

Coronabedingt fand der Wörthsee-Triathlon in einem deutlich kleineren Rahmen statt. „Die Begrüßung, die Moderation beim Zieleinlauf und die Siegerehrung mussten ausfallen“, sagt Neumann. Außerdem musste die Sportler auf den Großteil der Zuschauer verzichten, „die, die dabei waren, haben aber lautstark angefeuert“. Die meisten Triathleten seien trotz der Einschränkungen froh gewesen, dass die Sportveranstaltung, nach dem Ausfall im vergangenen Jahr, stattfinden konnte. „Die Begeisterung hat man in den Gesichtern der Sportler gesehen“, sagt Neumann.

Gertrud Schamberger aus Etterschlag (mit Trampolin) ist zufrieden mit ihrer Verkaufsbilanz.
Gertrud Schamberger aus Etterschlag (mit Trampolin) ist zufrieden mit ihrer Verkaufsbilanz. © Andrea Jaksch

Nach dem Triathlon boten rund 100 Bürger beim ersten Garagenflohmarkt der Gemeinde ihre Schätzen an. „Es war Zufall, dass der Flohmarkt und der Triathlon am selben Tag stattfanden“, sagt Gemeindereferentin Juliane Seeliger-von Gemmingen. „Wir sind lange davon ausgegangen, dass die Sportveranstaltung nicht stattfinden kann.“ Von 12 bis 18 Uhr bummelten Flohmarktliebhaber durch Wörthsee und die Ortsteile der Gemeinde. „Ein Sammler stand sogar schon um halb zehn vor unserer Garage“, sagt Gertrud Schamberger aus Etterschlag. „Da waren wir noch gar nicht fertig mit dem Aufbau.“ Zusammen mit ihrem Mann sei sie früher öfter auf Flohmärkte gefahren. „Da kann man Sachen an den Mann bringen, die man selbst nicht mehr braucht.“ Am vergangenen Sonntag war Schambergers Garage mit Kleidung, Blumentöpfen, Bilderrahmen, Holzfiguren und Geschirr gefüllt. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt die Ettenschlagerin. „Am Ende ist zwar nicht so viel Geld zusammengekommen, aber darum ging es ja nicht.“

Da der Garagenflohmarkt bei Einheimischen und Besuchern punkten konnte, will die Gemeinde einen Wiederholungstermin organisieren.

Auch interessant

Kommentare