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Neue Zweckverbandsführung: Dr. Brigitte Kössinger bleibt Vorsitzende, Stellvertreter sind die Landräte Stefan Frey (l.) und Christoph Göbel.

Reparaturversuche erfolglos

Würmtal-Realschule weiter mit Mängeln – Zweckverband unter neuer Führung

Nach wie vor hat die Würmtal-Realschule in Gauting schwere Mängel – acht Jahre nach dem Start.

Gauting – Die im Herbst 2012 eingeweihte Würmtal-Realschule in Gauting hat nach wie vor Baumängel – welche, berichtete Architekt Andreas Metzger in der ersten Sitzung des Zweckverbands nach der Kommunalwahl.

Projektleiter Andreas Metzger brachte die teils neuen Mitglieder der Verbandsversammlung auf den neuesten Stand bei der Behebung der zahlreichen Baumängel. Nach wie vor tropfe Wasser in die Turnhalle, sagte er. Die schweren Kippfenster könnten weiterhin nur bis auf 45 Grad geöffnet werden. Bekanntlich war im Herbst 2014 ein Fenster aus lockeren Scharnieren gebrochen. Für die Sporthalle laufe vor Gericht ein Beweissicherungsverfahren, erläuterte Metzger. Denn: Die Oberlicht-Fenster seien undicht. Auch einzelne Fensterscheiben am Schulgebäude hätten Risse – das ist nach Angaben von Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger eher ein optisches Problem. Die damalige Fassadenbau-Firma sei jedoch insolvent – da wird also wenig zu holen sein. Da Reparaturversuche erfolglos geblieben seien, laufe das Beweissicherungsverfahren. Deshalb lasse der Zweckverband nur Sicherheitsrelevantes reparieren. Wann die Schäden beseitigt werden können, ist unklar – die Corona-Krise bremst auch die Beweissicherung.

Schadensbehebung würde Beweisführung erschweren

In einem solchen Verfahren unter Regie eines Gerichts wird der Zustand exakt ermittelt und dokumentiert, damit mögliche Schadenersatzforderungen geprüft werden können. Würde man die Schäden vorher beheben, wäre es mit einem Nachweis später schwierig. Der Verband hat wegen der Mängel nicht alle Rechnungen bezahlt und etwa für die rissigen Fenster mehr als 100 000 Euro einbehalten.

Auch die Eingangstür ist nach Wissen von Verbandsräten nicht in Ordnung, wurde auch schon mal getauscht. Wegen des Urheberrechts der Architekten kann der Verband aber nicht einfach eine andere Tür einbauen lassen. Kössinger merkte an, man müsse Schulen nicht nur schön, sondern auch vandalismussicher bauen.

Neue Gesichter an der Spitze des Zweckverbandes

Der Zweckverband, in dem die Landkreise Starnberg und München sowie die Gemeinden Gauting, Gräfelfing, Krailling, Neuried, Planegg und Pöcking sowie die Stadt Starnberg Mitglied sind, wählte auch eine neue Führung. Einstimmig bestimmten die Verbandsräte Brigitte Kössinger wieder zur Vorsitzenden. Stellvertreter sind die Landräte Stefan Frey (Starnberg) und Christoph Göbel (München).

Für Debatten sorgte die Entschädigungssatzung für die Verbandsräte. Auf Wunsch des Landkreises München sollte die seit zwölf Jahren unveränderte Sitzungsentschädigung von 31 auf 45 Euro erhöht werden, so Kössinger. Die Kraillinger Verbandsrätin Adrienne Akontz (Grüne) hielt dagegen: In der Corona-Krise habe auch der Kreistag Starnberg das Beibehalten der alten Sätze beschlossen. Für den Landkreis München, der mehrere Schulen hat, seien aber einheitlich angepasste Sätze weniger bürokratischer Aufwand, erwiderte Landrat Göbel. Die Verbandsräte könnten ja ihre Erhöhung auch an gemeinnützige Vereine spenden. Mit 18 zu neun beschloss das Gremium danach den höheren Satz von 45 Euro.

Christine Cless-Wesle

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