Auch zahlreiche kleine Schmetterlinge flatterten über die Bühne der Starnberger Schlossberghalle. Foto: SvJ

Zauberhafte Märchenwelt

Starnberg - Dem Zauber des Tanzmärchens „Der König hat gelacht“ konnten sich am Samstag in der vollbesetzten Schlossberghalle niemand entziehen. Die Tanzschule "neues Tanzen" erhielt dafür viel Applaus.

Alle hatten sich vom Enthusiasmus der 200 Schüler der Starnberger Tanzschule „neues tanzen“ anstecken lassen.

Monate lang hatten sie für ihre Rollen als Schmetterlinge und Regentropfen, Fledermaus und Troll geprobt. Geschrieben hat das Märchen Julie Fellmann, deren Metier eigentlich das Krimi-Genre ist. Geschrieben hat sie es, „weil man heute wieder träumen muss“, für ihre Tochter und alle anderen Märchenliebhaber. Das gleichnamige, vielfach ausgezeichnete Hörbuch gefiel Tanzschulleiterin Kitty Bothe-Hufnagel so gut, dass sie die Autorin von einer Tanzversion überzeugte. Viele Stunden gemeinsame Umsetzungsarbeit brauchte es, bis Julie Fellmann in einem Lehnstuhl vor der Bühne sitzend vorzulesen begann: „Es war einmal ein König, der war noch sehr jung“.

Wie König Ludwig II. fühlte sich auch der Märchenkönig sehr einsam, findet das Regieren fürchterlich langweilig und träumt davon frei zu sein. Er lässt lieber Spieluhr-Tänzerinnen für sich tanzen, liebt die Natur und vor allem die Schwäne. Fantasievolle Choreografien, Kostüme und eine ausgefeilte Beleuchtung versetzten die Zuschauer in die gegensätzliche Königswelt mit tanzenden kleinen Schmetterlingen, Elfen und Ministern, die keinen Spaß verstehen. Beeindruckend war das Engagement der Tanzschüler im Alter von fünf bis 20 Jahren, die vom Märchenfieber angesteckt, ihr Bestes gaben. Welch tänzerische Qualitäten Schüler der Leistungsgruppe der Tanzschule mitbringen, bewiesen unter anderem der verträumte König (Kevin Taeger), die scheue Spinne Fridoline (Madeleine Hufnagel) und die kleine Seejungfrau (Melina Müller). In dieses verführerische Wesen aus dem See hat sich der König verliebt, weil es auch Schwäne liebt und ihm Freiheit über alles geht. Mit ihr kann er Kronen-Federball und das Pusteblumen-Weitpuste-Spiel spielen. „Das dieser eine Satz ein ganzer Tanz wird, hat mich fasziniert“, bewundert Julie Fellmann die Choreografiekünste der Tanzschullehrerinnen. Am Ende wird sich der König, wie jeder weiß, für das Leben mit der kleinen Seejungfrau entscheiden.

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