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Mit Feuereifer sind die Gautinger Grundschüler bei der Sache: Buddeln in der Erde und Blumen pflanzen bereitet ihnen großen Spaß.
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Grundschüler richten mit Gartenbauverein Schulgarten ein
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Schneeglöckvhen und andere Frühblüher kommen in die Gartenerde.

Grundschule Gauting

Wo die Erde oben schwarz und unten gelb ist

Der Garten des Gartenbauvereins an der alten Schule in Gauting ist Geschichte. Zweitklässler legen mit dessen Pflanzen an der unteren Grundschule einen neuen Garten an. 

Gauting – „Mir macht das Buddeln in der Erde Spaß“, sagt Sara. Die Siebenjährige ist mit Eifer dabei: Zwölf Kinder der neu gegründeten Garten-Arbeitsgruppe werkeln mit Lehrerin Barbara Kortus und Jugendwartin Johanna Walser vom Gartenbauverein begeistert im Beet auf dem Gelände der unteren Grundschule in Gauting. „Schau mal, wie schmutzig meine Hände sind“, sagt die Zweitklässlerin stolz zu ihrer Freundin.

Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse

Ein kalter Wind fegt durch den Pausenhof der generalsanierten Grundschule. Trotzdem graben zwölf Mädchen und Buben eifrig Pflanzlöcher – zartgelb schimmernde Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse werden gesetzt. Die Frühblüher stammen aus dem einstigen Garten des Gartenbauvereins neben der oberen Grundschule an der Ammerseestraße, erklärt die Jugendwartin. Wie berichtet hat die Gemeinde den angrenzenden Grundstücksteil zwischen Bahnhofstraße, Bahnhofplatz und Ammerseestraße im Dezember an die Investorengruppe Santowsi und Partner (Erlangen) verkauft. Wann die Bagger anrücken werden, ist noch unklar. Doch bevor es soweit ist, holen die Schulkinder die Pflanzen aus dem einstigen Lehrgarten.

Das Los musste entscheiden

Auch nachdem der marode Grundschulaltbau 2010 gesperrt worden war, „haben wir unser dortiges Gemüsebeet als eine Art Guerilla-Garten weiter gepflegt und die Obstbäume geschnitten“, erzählt Johanna Walser. Am ersten Schultag nach den Faschingsferien wandern die ersten Frühblüher mit den Kindern zum unteren Schulgarten. Im Sonnenbeet vor dem Verbindungsgang zur Turnhalle gedeihen bereits Lavendelbüsche und die beiden gut verpackten Hochstammrosen „Schneeweißchen und Rosenrot.“ Der Ansturm auf die neue Garten-Arbeitsgruppe war groß, sagt Lehrerin Barbara Kortus. Von 24 angemeldeten Zweitklässlern kamen nur zwölf Mädchen und Buben zum Zuge – per Losverfahren.

Geröll aus der Würmeiszeit

„Ich will da einen Winterling einpflanzen“, erklärt Clara (7) beim Graben. „Mir macht das Spaß“, betont auch Lennart. Die meisten Kinder, die in der AG mitwerkeln, haben auch zu Hause einen Garten. „Bei uns daheim wachsen Himbeeren, Johannisbeeren und Gurken“, erzählt Sara stolz. Die frisch geernteten Beeren landen im Müsli, die Mama koche aber auch Marmelade ein, erzählt die Siebenjährige. „Warum ist denn der Boden unten gelb und oben schwarz?“, will Leonie wissen. Tja, das liege am Gautinger Geröll aus der Würmeiszeit, erklärt Johanna Walser. Die Erdschicht sei deshalb ganz kostbar.

Christine Cless-Wesle

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