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Training für den Weg nach oben

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Sich Ziele setzen, 
          kämpfen und nicht aufgeben – das ist die Botschaft von Kickbox-Weltmeister Dominik Haselbeck an die jungen Mädchen, mit denen er eine Trainingseinheit absolvierte. 
            foto: Niedergesäss
Sich Ziele setzen, kämpfen und nicht aufgeben – das ist die Botschaft von Kickbox-Weltmeister Dominik Haselbeck an die jungen Mädchen, mit denen er eine Trainingseinheit absolvierte. foto: Niedergesäss

Erding - Jugendlichen Mut machen und deren Selbstbewusstsein stärken, das will Kickbox-Weltmeister Dominik Haselbeck.

Erst packt Dominik Haselbeck in den Räumen des Vereins Brücke Erding in der Färbergasse aus seiner großen Sporttasche die Trainingsgeräte aus und bittet 13 junge Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren zum Schaukampf. Dabei zeigt er ihnen Tricks und gibt Tipps. Dann präsentiert er einige seiner WM-Gürtel. Er ist der erfolgreichste Kickboxer der Welt. Er sammelte WM-Titel in vier verschiedenen Gewichtsklassen bei allen drei Weltverbänden dieser Sportart.

„Das habe ich bisher als Erster und Einziger geschafft“, berichtet er. Er hat erreicht, was er sich vorgenommen hat: „Es war mein Lebenstraum, seit ich mit 18 Jahren mit dem Kickboxen anfing. Mein Ziel war es, Weltmeister zu werden.“

Um Ziele geht es an diesem Tag, zu dem die Brücke und der SV Zukunft eingeladen haben. Die Mädchen sollen lernen, sich Ziele zu setzen, Perspektiven zu entwickeln und das Selbstbewusstsein stärken. In Zusammenarbeit mit prominenten, erfolgreichen Sportlern und der Unterstützung der Sparda-Bank bietet der in Freising ansässige SV Zukunft Trainingstunden und Gesprächsrunden mit den Jugendlichen an.

„Die Voraussetzungen für einen f erfolgreichen Start in das Berufsleben sind bei den von der Brücke betreuten Jugendlichen nicht optimal“, berichtet Projektleiterin Veronika Zauner.

13 Mädchen im Berufsvorbereitungsjahr, noch ohne Hauptschulabschluss, bekommen von Haselbeck zu hören, was unbedingt notwendig ist, um im Leben voranzukommen: „Absolute Disziplin, sich nicht zu viel vornehmen, lieber kleine Ziele anpeilen, aber diese nicht aus den Augen verlieren, sondern konsequent dranbleiben“, rät er.

Große Träume haben die Mädchen längst nicht mehr. Maurerin, technische Zeichnerin, medizinische Fachangestellte, Pferdewirtin oder Kinderpflegerin möchten sie werden. Aber dafür brauchen sie mindestens den Quali. „Das haben wir uns für heuer vorgenommen. Dafür büffeln wir“, berichten sie einhellig.

Haselbeck hofft, sie durch sein Beispiel ein wenig zu ermutigen. Er belässt es nicht beim Training. Er hält Kontakt mit den Jugendlichen. „Es gibt viele, die über das Internet und E-Mails mit mir in Verbindung bleiben. So mancher schreibt mir, dass er keinen Bock hat für die anstehende Prüfung. Da versuche ich, zu motivieren. Das macht Spaß“, so Haselbeck. (nie)

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