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Pfarrer Georg Fetsch erteilte wie schon in Peißenberg auch in Forst hoch zu Ross den kirchlichen Segen.

Bei fast sommerlichen Temperaturen

108 Pferde bei Forster Leonhardiritt

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Schnee und Kälte erschwerten vergangenes Jahr den Forster Leonhardiritt. Gestern herrschten fast sommerliche Temperaturen. Das freute Reiter und Zuschauer.

Forst Schnee oder Regen sind Anfang November nichts Außergewöhnliches. Von daher sind die Teilnehmer und auch die Besucher des Leonhardi-Ritt in Forst einiges gewohnt. Beim gestrigen Traditionsumritt und Pferdesegnung, die seit über 600 Jahren durchgeführt werden, konnten die dicken Jacken und langen Unterhosen getrost zuhause gelassen werden. „So ein mildes Wetter hatten wir schon lange nicht mehr“, strahlte Andreas Reßler, der Chef des Forster Leonhardivereins, bei der Begrüßung auf dem Wirtsanger.

Mehrere hundert Schaulustige fanden sich auf dem Wirtsanger ein.

Weiß-blauer Himmel und Temperaturen nahe der 20 Grad sorgten für einen großen Zuschauerandrang. Mehrere hundert Schaulustige rahmten den Wirtsanger ein, auf dem sich die festlich geschmückten Pferde mit ihren Reitern, darunter sehr viele Kinder, zur Segnung einfanden. „St. Leonhard ist ein Heiliger, der Mensch und Tier zusammenführt“, sagte Pfarrer Georg Fetsch hoch zu Ross, ehe er zusammen mit Pater George den Segen erteilte.

Die schönsten Bilder vom Leonhardiritt 

Erstmals nahm der Reitverein Fuchstal teil

„Das sind aber viele Pferde“, sagte eine Zuschauerin, als aus dem Wirtsanger geritten wurde, um die Pfarrkirche St. Leonhard dreimal zum umrunden. Nach 90 Pferden bei nasskaltem Wetter im Vorjahr zählte Georg Bertl vom Leonhardiverein beim Verteilen der Festzeichen diesmal 108 Rösser. In den Festzug reihen sich auch die Forster Musikkapelle, der Motivwagen mit dem Modell der Pfarrkirche sowie der Landauer mit den Ehrengästen ein. Bürgermeister Helmut Dinter und die Chefs der umliegenden Leonhardivereine Sepp Holl (Peißenberg), Georg Führer (Hohenpeißenberg) und Hans Ehlich (Burggen) fuhren mit. Die Vereine waren mit Abordnungen und Standarten vertreten. Erstmals in Forst nahm der Reitverein Fuchstal teil. „Wir hatten diesmal auch Teilnehmer aus Nürnberg“, berichtete Reßler, der vor dem Umritt auch noch dem im Frühjahr verstorbenen Ehrenvorstand des Forster Leonhardivereins, Hans Sieber, gedachte.

Zahlreiche Zuschauer standen an den Straßen und verfolgten den Leonhardiritt.

Nach dem Festritt konnten sich die Teilnehmer im eigens geöffneten Gasthaus „Bayerischer Hiasl“ stärken. Dort klang der Festtag, der bereits um 5 Uhr früh von den Böllerschützen eingeschossen wurde, am Abend mit dem traditionellen Leonharditanz auch aus.

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