+
Bauarbeiten an zentralem Ort: Auf dem Schächen-Gelände, das mitten in Hohenpeißenberg direkt an der Durchgangsstraße liegt, sind derzeit Bagger und Laster für den Aushub in Aktion. Drei mehrgeschossige Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeflächen sollen entstehen. Das Foto wurde Montagnachmittag aufgenommen.

Schächen-Gelände

20.000 Kubikmeter Erdreich müssen weg

  • schließen

Hohenpeißenberg - Auf dem Schächen-Gelände tut sich was Derzeit laufen mit großem Gerät die Arbeiten für den Aushub. Alles läuft nach Plan.

Der Hohenpeißenberger Untergrund, er ist recht farbenfroh. Gelb, ocker, braun, grau, schwarz – diese Farbtöne schimmern demjenigen entgegen, der derzeit auf das Schächen-Gelände blickt. Vor rund drei Wochen haben die Arbeiten für den Aushub der geplanten Gebäude begonnen. Und sie werden sich „noch vermutlich bis Ende des Monats hinziehen“, sagt Andreas Biberacher, Bereichsleiter „Wohnungsbau“ sowie Projektleiter beim Bauunternehmen „Haseitl“. Die Schongauer Firma ist bei dem Projekt am Schächen zugleich Investor und Bauträger.

Vornehmlich handelt es sich bei dem Untergrund um Sandstein. Frost in der Nacht stellt für die Arbeiter kein Problem dar. „Schlimm wäre, wenn es richtig nass wird. Dauerregen macht uns mehr zu schaffen als Frost“, sagt Biberacher. Rund 20 000 Kubikmeter, so lautet die Schätzung, umfasst allein der Aushub. Um das Erdreich wegzuschaffen, sind am Tag zehn bis zwölf Laster parallel im Einsatz, erklärt der Bereichsleiter. Der Aushub wird auf eine firmeneigene Kippe transportiert, die zwischen Schongau und Hohenfurch liegt. Das Gestein wird durch Geologen auf Schadstoffe untersucht, dazu werden Bodenproben genommen.

Allein, was die Größe der Gebäude anbelangt, hat die Firma „Haseitl“ schon weit größere Bauten erstellt. Dennoch ist das Schächen-Projekt etwas Besonderes, sagt Biberacher. Denn es ist „ein eigenes Objekt“. Die Firma hat das Grundstück gekauft und kümmert sich um Planung, Koordination, Vertrieb und Verkauf. „Vom Aushub bis zur Schlüsselübergabe machen wir alles selbst. In dieser Hinsicht ist es schon ein bisserl was anderes als andere Projekte“, sagt Biberacher.

Drei Wohngebäude sollen auf dem Schächen-Gelände entstehen. Es ist neben der Ortsdurchfahrt ein zentraler Baustein in der baulichen und infrastrukturellen Entwicklung der Gemeinde. Das Untergeschoss wird gewerblich genutzt, es sollen unter anderem eine Sparkassen-Filiale, zwei Arztpraxen, die Caritas-Tagespflege, eine Metzgerei und ein Bäcker einziehen.

„Der Mehrwert für den Ort ist uns wichtig“, sagt Bürgermeister Thomas Dorsch. Er ist „sehr zufrieden“, dass es mit den Arbeiten so gut vorangeht. Das Schächen-Gelände sei ein zentraler Platz. „Wir hatten eine lange Planungszeit“, sagt der Rathauschef. Jahrelang wurde über die Neugestaltung des Bereichs diskutiert, ja auch gestritten. Der ursprüngliche Investor kam schließlich nicht in die Gänge, schließlich wurde „Haseitl“ mit ins Boot geholt. „Eine Umsetzung mit regionalen Partnern ist immer gut“, sagt Dorsch. Die Nachfrage nach den Wohnungen in dem Komplex sei sehr hoch, hat der Bürgermeister festgestellt.

Durch die Arbeiten sei der Schwerlastverkehr im Ort schon gewachsen. Allerdings ist dies keine Überraschung, so Dorsch: „Es ist ja nix, was man nicht gewusst hat.“ Und angesichts des ohnehin (noch) großen Verkehrsaufkommens im Ort komme es auf die zusätzlichen Laster „auch nicht mehr drauf zsamm“. Abgeschlossen sein soll das Projekt laut Dorsch im Juli 2017. „Ein sportliches Ziel“, so Dorsch. Der Anfang der Arbeiten lief schon einmal planmäßig.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kein Verbot für Oldtimertreffen
Das Oldtimertreffen der „Gasoline Gang“ in Peißenberg ist beliebt. Zumindest bei vielen. Aber eben nicht bei allen. Ein Anwohner hatte dagegen geklagt. Nun kam es zur …
Kein Verbot für Oldtimertreffen
Raisting wieder Bayernliga-Meister
Der neue Meister ist der alte: In einem spannenden Saisonfinale verteidigte das Luftpistolenteam aus Raisting seinen Titel in der Bayernliga.
Raisting wieder Bayernliga-Meister
Zuwachs fürs Gewerbegebiet
Das neue Antdorfer Gewerbegebiet „Steinbacher Weg“ bekommt weiteren Zuwachs: Ein Penzberger Fuhrbetrieb kann sich dort ansiedeln.
Zuwachs fürs Gewerbegebiet
„Ankommen“ in der neuen Heimat
„Ankommen“ in der neuen Heimat

Kommentare