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Wird ab 2017 komplett saniert: die Ammerschule, die kleinere der zwei Weilheimer Grundschulen. 

6,6 Millionen-Euro-Projekt

2017 wird die Ammerschule saniert

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Weilheim - 2017 wird die Ammerschule saniert. Die  Stadt hofft für das 6,6 Millionen-Euro-Projekt samt Neubau für Mittagsbetreuung auf hohe Zuschüsse.

 Die Summen, um die es geht, schrecken die Stadträte. Doch es führe kein Weg vorbei an einer Generalsanierung der Ammerschule, da war man sich einig in der Novembersitzung des Weilheimer Bauausschusses. Deshalb soll das Projekt kommendes Jahr im Detail geplant werden, 2017 soll Baubeginn und im Sommer 2018 alles fertig sein.

Auf rund 5,65 Millionen Euro veranschlagt Architekt Fritz Weinberger die Sanierung der kleineren der beiden Weilheimer Grundschulen mittlerweile, dazu kommen 950 000 Euro für den Neubau der Mittags- und Nachmittagsbetreuung – macht unterm Strich 6,6 Millionen.

Von „gigantischen Kosten“ sprachen die Stadträte im Ausschuss. Doch Weinberger, der für die Stadt bereits die ebenfalls millionenschweren Sanierungen von Hardtschule und Mittelschule geplant hat, machte Hoffnung auf hohe Zuschüsse: 2,7 der 5,65 Millionen für die Altbausanierung trage in jedem Fall der Staat, ein nagelneues Programm des Bundes stelle sogar eine 90-prozentige Förderung in Aussicht. Im schlechtesten Fall muss die Stadt aber bis zu vier Millionen Euro selbst berappen (inclusive neuer Mittagsbetreuung, die wohl kaum bezuschusst wird). So oder so: „Wir müssen das angehen“, meinte Klaus Gast (CSU), der Schulreferent des Stadtrates, „das ist eine unserer wesentlichsten Aufgaben“.

Der „Altbau“ der Ammerschule stammt aus dem Jahr 1967, der „Neubau“ von 1993, und laut Weinberger sind „beide in gleich schlechtem Zustand“: Die Verglasung ist undicht, Fenster mussten zum Teil schon ausgewechselt werden. Im Boden gebe es keinerlei Dämmung und die der Fassaden sei „katastrophal“. In den Klassenzimmern der verglasten Südseite herrschten im Sommer Temperaturen bis 35 Grad, da sei „mittags kein Schulbetrieb möglich“.

Vom Entwurf her, so Weinberger, handle es sich um „eine wunderschöne Schule, hell und freundlich“. Doch das große Volumen – laut Planer 21 500 Kubikmeter „umbauter Raum“ – mache die Sanierung „sehr teuer“. Außen müsse das Gebäude komplett thermisch saniert werden, in die Südfassade sollen kleinere Fenster eingebaut werden. Haupträume müsse man hingegen nicht umbauen. Und weil nur ein (allerdings großes) Lüftungsgebäude an der Südseite nötig sei, bleibe der Schulhof mit seinem „Ökogarten“ unangetastet.

Apropos Lüftung: Fast die Hälfte der 5,65 Millionen Euro für die Sanierung entfallen auf technische Anlagen. So lassen sich nach Angaben Weinbergers 56 Prozent der Heizenergie einsparen – und beim Strom trotz neuer Lüftung noch zehn Prozent. Das Gebäude für die Mittagsbetreuung mit 300 Quadratmetern Nutzfläche soll separat energetisch versorgt werden. Spielraum für Einsparungen sieht der Architekt bei diesem Neubau übrigens nicht, „da ist alles vorgegeben“.

Der Bauausschuss stimmte dem Bauantrag schließlich einstimmig zu. „Wenn wir diese Finanzierung hinkriegen“, so sagte der Stadtrat Klaus Gast, „dann haben wir in puncto Schulen unendlich viel erreicht“.

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