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2250 Badegäste sorgen für - vorläufigen - Besucherrekord

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Hans Fischer
ist Schwimmeister in der „Rigi Rutsch’n“. Er wünscht sich „gezielte, zukunftsträchtige Investitionen“, etwa in einen größeren Hallenschwimmbereich. Doch er weiß, dass dasGeld knapp ist.  foto: Archiv/groi
Hans Fischer ist Schwimmeister in der „Rigi Rutsch’n“. Er wünscht sich „gezielte, zukunftsträchtige Investitionen“, etwa in einen größeren Hallenschwimmbereich. Doch er weiß, dass dasGeld knapp ist. foto: Archiv/groi

Peißenberg - Die in dieser Sommersaion höchte Besucherzahl hat es am vergangenen Mittwoch gegeben: 2250 Badegäste wurden bei großer Hitze gezählt. Ein Gespräch mit Schwimmmeister Hans Fischer...

Die Sonne knallt vom Himmel, das Thermometer zeigt über 30 Grad: Am vergangenen Donnerstag herrschte wie schon die Tage zuvor optimales Freibadwetter - entsprechend froh gelaunt saß Hans Fischer nachmittags in seiner „Kommandozentrale“ in der „Rigi-Rutsch’n“. Über Monitore beobachtet der Schwimmmeister, wie sich überwiegend jüngere Badegäste und Familien mit Kleinkindern beim Plantschen vergnügen. Nach dem verregneten Mai rührt sich endlich was im Bäderpark: „Am Mittwoch hatten wir 2250 Besucher. Das ist Rekord und soviel wie schon lange nicht mehr“, freut sich Fischer.

Trotz des Andrangs läuft der Badebetrieb in geordneten Bahnen. Größere Unfälle oder Verletzungen hat es in der laufenden Sommersaison noch nicht gegeben. Das weitläufige Gelände, versichert Fischer, könne bis zu 4000 Besucher aufnehmen. Außerdem: „Die Leute suchen sich ihre Schwimmzeiten individuell aus, so dass sich alles über den Tag verteilt.“ Während die ältere Generation mehr den Frühschwimmer- oder Abendtarif nutzt, ist am Nachmittag eher jüngeres Publikum anzutreffen - wobei laut Fischer wieder die „Krisenzeit“ angebrochen ist: „In den Schulen laufen die Abschlussprüfungen, und das wird natürlich ausgiebig gefeiert. Da muss man schon aufpassen, dass nichts kaputt geht.“

Im weiteren Gespräch mit dem langjährigen Schwimmmeister merkt man schnell: Für ihn ist die „Rigi-Rutsch’n“ kein gewöhnlicher Arbeitsplatz, sondern eine Herzensangelegenheit: „Die Anlage ist einfach wunderschön und einmalig“, schwärmt Fischer und lässt dabei seinen Blick über das Gelände schweifen: „Wo gibt es schon ein Freibad, das ein separates Sprung- und Rutschbecken und noch dazu so viele schattige Plätze hat?“

Und wie beurteilt der Schwimmmeister die schlechte Finanzlage des über 30 Jahre alten Bäderparks? „Im Vergleich zu anderen Kommunalbädern ist das Defizit gar nicht so hoch“, sagt Fischer. Allerdings ist ihm durchaus bewusst, dass die jährlichen Verluste auf Dauer nicht zu verkraften und imageschädigend sind.

Für eine Trendumkehr müssten Fischers Meinung nach „gezielte, zukunftsträchtige Investitionen“ erfolgen - zum Beispiel in den Bau eines größeren Hallenschwimmbereichs, um bei schlechtem Wetter und im Winter mehr Badegäste anzulocken. Derartige Maßnahmen könnten auch Stück für Stück umgesetzt werden, doch Fischer ist Realist: „Dafür ist momentan wohl kein Geld da - aber es wären Investitionen zum Wohle unseres Ortes.“

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