Ausbildung geschafft: 25 Nachwuchs-Maurer bekamen im Stroblwirt in Oberhausen ihre Gesellenbriefe überreicht. Geehrt wurden außerdem die Innungssieger der vergangenen beiden Jahre.
+
Ausbildung geschafft: 25 Nachwuchs-Maurer bekamen im Stroblwirt in Oberhausen ihre Gesellenbriefe überreicht. Geehrt wurden außerdem die Innungssieger der vergangenen beiden Jahre.

25 Nachwuchs-Maurer haben ihre Gesellenbriefe erhalten

„Unser Schaffen überdauert die Zeit“

Feierlicher Moment: 25 Nachwuchs-Maurer haben jüngst bei der Freisprechungsfeier der Bauinnung in Oberhausen ihren Gesellenbrief erhalten. Im Rahmen der Feier wurden auch die Innungssieger der vergangenen beiden Jahre geehrt.

Oberhausen – „Mia san Zukunft. Ohne Handwerk geht nichts.“ Unter anderem mit diesem Slogan wirbt derzeit die Handwerkskammer für München und Oberbayern in den regionalen Medien um Lehrlinge. Auch bei der Freisprechungsfeier in Oberhausen sagte Ulrich Greimel, Obermeister der Bauinnung Garmisch-Weilheim-Starnberg, zu 25 frischgebackenen Gesellen im Maurerhandwerk: „Ihr habt allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.“

Im vergangenen Jahr war die Feier wegen der Pandemie ausgefallen, im Jahr zuvor feierten Maurer und Zimmerer noch zusammen im Stroblwirt das Ende ihrer Lehrzeit. Bei der großen Zahl neuer Gesellen beider Gewerke hat Corona in diesem Jahr eine gemeinsame Feier nicht zugelassen: „Aber wer hätte vor kurzem überhaupt gedacht, dass unsere Maurer zusammen feiern können“, meinte Greimel. Er nutzte seine Begrüßungsrede vor etwa 80 Handwerkern, Funktionären, Ausbildern, Lehrern und Gästen, die alle am Saaleingang coronagerecht registriert wurden, dazu, seine Innungsmitglieder zum Impfen aufzurufen.

„Unser Schaffen überdauert die Zeit“

Der Breitbrunner Bauunternehmer forderte die Gesellen des Jahrgang 2021 dazu auf, Änderungen im Baugewerbe nicht als Bedrohung zu sehen. Aber es sei notwendig zum Beispiel beim Bau schon an den Rückbau zu denken, Baumaterialien zu recyceln und umweltschonende Baustoffe zu verwenden: „Unser Schaffen überdauert die Zeit. Wir schaffen langfristige Werte.“

Als „Stabilitätsanker“ bezeichnete Kreishandwerksmeister Michael Andrä seine Branche, gerade auch während der Pandemie: „Wir bilden auch in Krisenzeiten aus.“ Auch das ein Motiv aus der aktuellen Imagekampagne der Kammer: „Jetzt erst recht: wir bilden weiter aus“, ist da zu lesen. Der Zimmerermeister aus Obersöchering gab seiner Hoffnung Ausdruck, „dass Maurer und Zimmerer im nächsten Jahr wieder zusammen feiern können“.

„Ihr braucht Euch um eure Zukunft keine Sorgen zu machen“, zeichnete auch Florian Pichl ein positives Bild. Der Vize-Direktor der Berufsschule Herzogsägmühle sagte, den freigesprochenen Gesellen sei in der Schule vor allem in den vergangenen eineinhalb Jahren viel abverlangt worden: „Digital- kann Präsenz-Unterricht nicht ersetzen.“ Mit dem Ende der Ausbildung habe jeder, sein „eigenes Haus der Zukunft“ gebaut.

„Ihr könnt stolz sein“

„Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr geschafft habt“, sagte Walter Eberl, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Nun sei es an den neuen Gesellen, Vorbilder für die kommenden Lehrlinge zu sein.

Im Rahmen der Aushändigung der Gesellenbriefe wurden noch die Innungssieger im Maurerhandwerk von 2020 und 2021 geehrt. Im Vorjahr kam auf den ersten Platz Michael Kreutterer aus Tutzing mit der Note 1,82 vor Lukas Schwaighofer (Wessobrunn/1,87) und Andreas Köpf (Oberammergau/1,97). In diesem Jahr waren Ali Abdullahi aus Tutzing und Florian Frohnwieser aus Eglfing jeweils mit der Note 2,44 die Besten vor Martin Glas (Polling/2,55) und Matthias Lutz (Garmisch-Partenkirchen/2,56).

Für jeweils 40 Jahre Mitarbeit bei der Firma Bernhard Resch (Wessobrunn) bekamen Maurer Georg Ziegler und Zimmerer Leonhard Kölbl eine von Bayerns Handwerkskammer-Präsident Franz Xaver Peteranderl unterzeichnete Urkunde überreicht. „40 Jahre auf der Baustelle, damit seid ihr ein Vorbild für den Nachwuchs“ sagte Kreishandwerksmeister Andrä bei der Laudatio.

VON RALF SCHARNITZKY

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare