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Interview mit Harald Mansi

„5G-freie Gemeinde“ Wielenbach hat ab sofort 5G-Empfang: Das sagt der Bürgermeister dazu

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Laut Beschluss ist Wielenbach „5G-frei“. Und doch sendet der Weilheimer 5G-Mast den neuen Mobilfunkstandard in die Gemeinde. Und nun?

Landkreis/Wielenbach – Für alle überraschend, hat die Telekom Ende der vergangenen Woche mitgeteilt, dass in Weilheim der erste Funkmast bereits auf die neue 5G-Funktechnik umgerüstet wurde. Dieser neue Funkmast – den genauen Standort hat die Telefon auch auf Nachfrage nicht verraten – soll einen Radius von zehn Kilometern mit dem neuen 5G-Signal versorgen. Dabei nutzt er allerdings Frequenzen, die zuvor für 3G genutzt wurden.

Lesen Sie auch: Kommentar zum 5G-Ausbau in Weilheim: Wie der Elefant im Porzellanladen

In besagtem Zehn-Kilometer-Radius liegt auch die Gemeinde Wielenbach. Sie war eine der ersten, die sich auf Beschluss des Gemeinderats zur „5G-freien Zone“ erklärt hatte. Die Heimatzeitung fragte beim frischgewählten Bürgermeister Harald Mansi nach, wie er mit der neuen Entwicklung in seiner Gemeinde umgehen wird.

Herr Mansi, hat Sie die Mitteilung der Telekom auch überrascht?

Wir wussten vorher nichts davon, dass auch Wielenbach vom 5G-Ausbau in Weilheim betroffen sein wird. Ich bin aber auch nicht überrascht.

Wird die Gemeinde nun rechtliche Schritte gegen den 5G-Ausbau in Weilheim einleiten?

Nein. Das hätte keinerlei Aussicht auf Erfolg. Man muss das ganz nüchtern betrachten: Der Beschluss, der in der vergangenen Legislaturperiode – übrigens gegen meine Stimme – im Gemeinderat gefasst wurde, hatte rein symbolischen Charakter. Er solle ein Signal setzen, dass die 5G-Technik erst dann eingesetzt werden darf, wenn die gesundheitliche Unbedenklichkeit der damit verbundenen Strahlung wissenschaftlich nachgewiesen ist. Wir maßen uns als Gemeinde aber auch nicht an, zu behaupten, wir könnten es einschätzen, ob mit der Einführung von 5G eine Gesundheitsgefahr besteht oder nicht.

Harald Mansi,Bürgermeister von Wielenbach.

Also ist auch kein Protestbrief an die Telekom aus Wielenbach zu erwarten?

Wir werden keinen derartigen Brief schreiben.

Doch was ist, wenn die Telekom anfragt, ob sie einen 5G-Mast in Wielenbach aufstellen darf?

Dann wird das Thema im Gemeinderat besprochen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass, wenn wir keinen Standort zur Verfügung stellen, sich die Mobilfunkunternehmen einfach an Privatleute wenden und denen die Antenne auf das Dach stellen. Zudem hat die Gemeinde Wielenbach erst vor drei Jahren einen Vertrag mit der Telekom abgeschlossen.

Über den 5G-Ausbau?

Nein. Damals ging es um die generelle Verbesserung des Mobilfunks im Ort. Die Netzabdeckung in Wielenbach ist sehr schlecht. Ich sitze gerade in meinem Bürgermeisterbüro im Rathaus – mitten im Ort. Wenn Sie mich auf dem Handy angerufen hätten und nicht auf dem Festnetz, hätten sie mich nicht erreicht. Deswegen wurde der Vertrag mit der Telekom damals abgeschlossen und ein Standort festgelegt.

Und was, wenn an dieser Stelle nun 5G-Technik zum Einsatz kommt?

Dann haben wir keinerlei Handhabe dagegen. Und es gibt im Ort nicht nur 5G-Skeptiker, sondern auch viele Menschen, die sich eine bessere Mobilfunkversorgung wünschen.

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