Im AWO-Kinderhaus an der Birkenstraße wird eine Vorschulgruppe eröffnet. Laut Franziska Annaberger schafft das Kapazitäten in anderen Tagesstätten.
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Im AWO-Kinderhaus an der Birkenstraße wird eine Vorschulgruppe eröffnet. Laut Franziska Annaberger schafft das Kapazitäten in anderen Tagesstätten.

Krippe, Kindergarten und Hort in Penzberg

64 Prozent der Kinder in Tagesstätten - nun gibt es auch eine Vorschulgruppe

  • vonWolfgang Schörner
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In Penzberg finden alle für September angemeldeten Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort einen Platz. Das teilte Franziska Annaberger vom städtischen Familienbüro mit. Es seien auch noch Kapazitäten für Zuzüge vorhanden. Weil die Nachfrage nach Kindergartenplätzen hoch war, entsteht im Hort an der Birkenstraße zusätzlich eine neue Vorschulgruppe.

Penzberg – Einen Anstieg bei den Kinderzahlen verzeichnete Penzberg in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2014 waren es noch 1626 Buben und Mädchen vom Baby bis zum Viertklässler. In diesem Jahr sind es 1711. Davon befinden sich 417 Kinder im Alter von unter drei Jahren (davon 283 im Krippenalter), 490 Buben und Mädchen im Kindergartenalter sowie 804 Kinder im Grundschulalter. Das geht aus einer Statistik hervor, die Franziska Annaberger vom städtischen Familienbüro vorgelegt hat. Ihr zufolge besuchen 64 Prozent der Kinder eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort in Penzberg. Bei den Kindergärten besteht hundertprozentiger Deckungsgrad – tatsächlich ist es sogar mehr, weil auswärtige Buben und Mädchen in Penzberg betreut werden. In den Krippen werden 67 Prozent der Penzberger Kinder betreut, im Hort 33 Prozent der Grundschulkinder.

Stadt Penzberg: Noch Kapazitäten in Kitas für Zuzüge

Für das im September beginnende neue Betreuungsjahr konnten laut Annaberger alle 332 Anmeldungen berücksichtigt werden. 51 Anmeldungen seien zum Beispiel wegen einer Änderung beim Bedarf, wegen Umzugs oder der beschränkten Aufnahme auswärtiger Kinder zurückgestellt oder abgelehnt worden. 30 weitere Anmeldungen, die eingegangen waren, würden für spätere Aufnahmewünsche ab Januar 2021 gelten. Annaberger erklärte zugleich, dass sowohl in Krippen, Kindergärten als auch Hort und teils in der Mittagsbetreuung noch Kapazitäten für Zuzüge vorhanden seien.

Situation der Mittagsbetreuung an den beiden Grundschulen

In der Mittagsbetreuung an der Birkenstraßen-Grundschule – ihr stehen zwei Räume zur Verfügung – sind laut Annaberger 37 Kinder für das nächste Betreuungsjahr angemeldet. Maximal könnten 40 Kinder untergebracht werden. Die Mittagsbetreuung an der Bürgermeister-Prandl-Grundschule sei mit 72 Anmeldungen für September „ziemlich ausgereizt“. Die Räumlichkeiten sei hier begrenzt. Momentan gebe es zwar keine weiteren Anmeldungen, allerdings würde es die Möglichkeit geben, noch Kinder im Hort an der Winterstraße unterzubringen.

Im AWO-Hort an der Birkenstraße zieht Vorschulgruppe ein

Weil eine hohe Nachfrage an Kindergartenplätzen bestand, es außerdem einige Schulrücksteller sowie neue Integrationskinder wird im nächsten Jahr eine Vorschulgruppe eröffnet. Der AWO-Hort an der Birkenstraße stellt dafür Platz zur Verfügung – dort hatte es schon vor einigen Jahren Kindergartengruppen gegeben. Die Vorschulgruppe ist auf ein Jahr befristet. In ihr werden sowohl Vorschulkinder und Erstklässler – nach dem Unterricht – gemeinsam von einer Hort-Mitarbeiterin und einer weiteren Erzieherin betreut. Neun Familien werden laut Annaberger ihre Kinder in die Vorschulgruppe schicken. Dadruch würden auch Kapazitäten frei in den Kindergärten für andere, jüngere Buben und Mädchen.

Einen Überblick gab Franziska Annaberger auch über die Entwicklung bei den Integrationskindern, die einen erhöhten Betreuungsbedarf haben. Deren Zahl stieg ihr zufolge seit 2011 um 78 Prozent. Diese Plätze – überwiegend in den Kindergärten – sind dreifach zu werten und im Rahmen der Bedarfsplanung, genauso wie Zuzüge, schwer kalkulierbar. Laut Annaberger gab es heuer in Penzberg 80 Integrationskinder, 2011 waren es noch 45. Für nächstes Betreuungsjahr kamen acht neue hinzu.

Blick in die Zukunft: Kita-Plätze und Grundschulerweiterung

In der jüngsten Sozialausschusssitzung wurde die neue Vorschulgruppe postiv aufgenommen. Auf Nachfrage erklärte Annaberger, dass es momentan, außer der Container-Krippe an der Birkenstraße, keine Notgruppen mehr in Penzberg gebe. „Die Stadt wächst: Wird dir Angst?“, fragte Jack Eberl (FLP) in der Sitzung. Nein, anwortete Annaberger. Mit der Planung für das neue Kinderhaus an der Nonnenwaldstraße „schaut es nicht schlecht aus für die nächsten Jahre“.

Laut Gisela Geiger (CSU) dürften aber auch die Grundschulen nicht aus den Augen verloren werden. Was Roman Reis, Geschäftsführer des Rathauses, bestätigte. Die Stadt werde sich in den nächsten Jahren mit dem Gedanken befassen müssen, einer der Grundschulen auszubauen. Auch was die Ganztagsschule betrifft, werde sich etwas tun. „Wir werden das ziemlich bald angehen“, merkte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) an. „Mit den großen Wohngebieten wird sich das nicht vermeiden lassen.“

Lesen Sie auch: Forderung nach Tempo 30 vor Schulen, Altenheim und Kitas

Und: Wechsel an der Schule für Luftsprünge - Penzberger Förderzentrum hat neue Leitung

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