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Mäßig besucht war die Bürgerversammlung. Gegen 19 Uhr waren alles in allem rund 80 Teilnehmer da, später kamen rund 50 junge Asylbewerber dazu. gro

Abfuhr für Baumschutz-Verordnung

Weilheim - Bei der Bürgerversammlung stimmen nur sieben der rund 80 Anwesenden dafür, dass sich der Stadtrat überhaupt mit dem Thema befasst

Weilheim - Die große Trauerweide an der Stadtmauer, die Akazien an der Spitalkirche, zwei Eschen an der Moosstraße, die Pappeln an der Kanalstraße: Das Fällen von Bäumen erregte in den letzten Wochen in Weilheim großes Aufsehen. Doch von einer Baumschutzverordnung wollen die Weilheimer offenbar nichts wissen: Nur sieben Besucher der Bürgerversammlung stimmten am Donnerstagabend in der Stadthalle für einen von Hiltrud und Dr. Ulf Knabe eingereichten Antrag, der darauf abzielte, dass sich der Stadtrat mit dem umstrittenen Thema „BaumschutzVerordnung“ befasst. Ein solcher Antrag war laut Manfred Stork, Leiter der städtischen Bauverwaltung, auch schon in der Bürgerversammlung im Jahr 1991 gescheitert.

Auch Bürgermeister Markus Loth (BfW) griff das Thema „Bäume“ in seinem Rechenschaftsbericht auf: Für viele Bürger habe es in letzter Zeit wohl den Anschein gehabt, „dass in Weilheim und besonders auf öffentlichen Flächen viele Bäume beseitigt werden“, sagte er. Dem sei aber nicht so, so Loth, vielmehr entstehe dieser Eindruck nur dadurch, dass Bäume und Sträucher laut Bundesnaturschutzgesetz nur noch vom 1. Oktober bis 28. Februar „gefällt oder auf den Stock gesetzt werden dürfen“. Dies führe „gefühlt“ zu einem höheren Aufkommen von Fällungen, „was jedoch im Jahresdurchschnitt gesehen sicher nicht mehr als zu früheren Zeiten ist“, so das Stadtoberhaupt. Die Stadt bitte die Bürger „gerade im Hinblick auf die immer strenger werdenden Auflagen der Verkehrssicherungspflicht um Verständnis“, zumal „soweit möglich“ Nachpflanzungen erfolgten, wenn auch durch kleinere Bäume.

Ehe über den Antrag der Knabes abgestimmt wurde, sagte Stork, dass laut einer Mustersatzung des Städtetages nur Bäume ab einem Stammumfang von 80 bis 100 Zentimetern in einer Stammhöhe von einem Meter betroffen seien. Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Grehl stellte fest: „Die Verordnung wird keinen Baum schützen“, denn die Bäume würden dann eben umgeschnitten, ehe sie das kritische Ausmaß erreicht hätten. Zudem könne der Stadtrat trotz der Verordnung das Fällen von Bäumen veranlassen. Im Übrigen, so Grehl, sei Weilheim auch dank der Agenda-Aktionen „eine unglaublich grüne Stadt“.

Rupert Pentenrieder, Stadtrat der BfW und Grünreferent des Stadtrates, sprach sich ebenfalls gegen eine Baumschutzverordnung aus. Als Beispiel nannte er die Lindenstraße: Hätte die zweite Linde um jeden Preis erhalten werden müssen, wären vier Sozialwohnungen weniger gebaut worden.

Für die „Einzelfälle“, in denen Bäume gefällt werden müssten, weil sie Opfer von Baumfrevlern geworden seien, wird laut Bürgermeister Loth überlegt, gegen diese ein Bußgeld zu verhängen.

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