Gut gelaunter Dirigent: Vasja Legiša ist seit zehn Jahren musikalischer Leiter des Kammerorchesters Weilheim. Das Herbstkonzert am 24. Oktober in der Stadthalle ist sein Abschiedskonzert – das trotz Corona-Einschränkungen große Klassik bietet. Foto: privat
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Gut gelaunter Dirigent: Vasja Legiša ist seit zehn Jahren musikalischer Leiter des Kammerorchesters Weilheim. Das Herbstkonzert am 24. Oktober in der Stadthalle ist sein Abschiedskonzert – das trotz Corona-Einschränkungen große Klassik bietet.

„Abschiedssinfonie“ für Vasja Legiša

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Weilheims Kammerorchester widmet seinem langjährigen Leiter eine hochkarätige „Abschiedssinfonie“: Mit großer Klassik und Spitzen-Solisten endet beim Herbstkonzert am 24. Oktober Vasja Legišas Zeit als Orchester-Chef. Geboten ist „ein ganz besonderes Trotz-Corona-Erlebnis“.

Weilheim – Stolze zehn Jahre lang – also fast ein Viertel der 43-jährigen Orchestergeschichte – prägte Vasja Legiša als Dirigent und musikalischer Leiter das Kammerorchester Weilheim. Er war nicht nur treibende Kraft am Dirigentenpult und bei der Programmauswahl, sein großes Netzwerk an Profimusikern bescherte dem Weilheimer Publikum auch Solisten von Rang und Namen.

Zwar ist Legiša weiter Cellolehrer an der städtischen Musikschule, doch beim Kammerorchester gibt er den Taktstock nun ab. Schon das Frühjahrskonzert im Mai sollte sein großes Abschiedskonzert werden – das coronabedingt freilich nicht stattfinden konnte. So schwierig die Bedingungen für Kulturveranstalter noch immer sind: Mit Riesen-Aufwand (und einem achtseitigen Hygienekonzept) will das Kammerorchester endlich wieder große Klassik in Weilheim ermöglichen. Der Vorstand fand es „an der Zeit, sich den Gegebenheiten anzupassen und das, was möglich ist, auch durchzuführen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Arthur Wilm.

So ist das bestens vorbereitete Herbstkonzert am Samstag, 24. Oktober, 20 Uhr, in der Stadthalle auch eine Art Pilotveranstaltung: Man wolle „die Türen öffnen für weitere musikalische Höhepunkte im Herbst und Winter“. Die Vorgaben lassen allerdings nur 120 Einzelplätze in der Halle zu. Je nach dem, wie viele als Familienverbund kommen, sind auch etwas mehr Besucher möglich. Aber es bleibt eine knappe Kalkulation.

Uraufführung eines Werks von Rainer Fabich fällt Abstandsregeln zum Opfer

Den besonderen Abstandsregelungen für Bläser fällt die eigentlich geplante Uraufführung einer Komposition des Weilheimers Rainer Fabich für Saxofon, Cello und Orchester zum Opfer – denn auch die Besetzung der Bühne ist beschränkt. Dennoch gibt es ein großes, einem Abschiedskonzert würdiges Programm. Es erklingen Joseph Haydns Sinfonie Nr. 45, bekannt als „Abschiedssinfonie“, sowie zwei virtuose Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: die Sinfonie Nr. 29 A-Dur und die „Sinfonia concertante“ für Violine, Viola und Orchester in Es-Dur.

Solisten in Mozarts „Sinfonia concertante“ sind Sreten Krstič (Violine), der langjährige Konzertmeister und erste Geiger der Münchner Philharmoniker, sowie Hrvoje Philips, Solobratschist des „Croatian Television Symphony Orchestra“. Legiša bringt also einmal mehr herausragende Musikerkollegen nach Weilheim – für ein ganz besonderes, in jeder Hinsicht denkwürdiges Konzert.

Karten für das Konzert am Samstag, 24. Oktober, gibt es aufgrund der begrenzten Besucherzahl und der vorgeschriebenen Nachverfolgungsmöglichkeiten nur online und telefonisch – spätestens ab 28. September unter muenchenticket.de oder 089/ 54 81 81 81. Inklusive Gebühren kostet eine Karte 19,90 Euro (Schüler/Studenten 9,80 Euro). Hinweise für die Besucher gibt’s im Internet unter www.kammerorchester-weilheim.de.

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