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Alle Jahre wieder ein prächtiges Bild: Advent im Bibliotheksaal – hier mit dem „Brixener Viergesang“ auf der Empore. 

Adventskonzert im Bibliotheksaal

"Das geht halt ans Herz"

Polling – Der Bibliotheksaal  ruft für sich schon eine festliche Stimmung hervor. Ein perfekter Rahmen also für ein stimmungsvolles Adventskonzert.

Im samstagnachmittags zu gut drei Vierteln besetzten Saal hört man allenthalben „Auch wieder da? – Wie jedes Jahr! – Das geht halt ans Herz…“. Für Familien mit Kindern scheint das Konzert allerdings kein verlockendes Adventsprogramm zu sein; die Besucher sind fast ausschließlich Senioren. Schade eigentlich! Vielleicht könnte man das ändern, wenn unter den Musikern auch ein junges Ensemble wäre? Doch die Erschienenen sind vollkommen glücklich mit dem Gebotenen.

Die „Königswiesener Stubenmusik“ eröffnet mit einem Marsch. Am Kontrabass steht der Grandseigneur der Pollinger Kammerkonzerte, der Münchener Veranstalter Georg Hörtnagel. Bei allem Respekt vor der Vitalität des mittlerweile 88-Jährigen: Was aus seinen Saiten tönt, ist nicht immer sauber. Diese Intonationstrübung beeinträchtigt leider das ebenso subtil wie virtuos aufspielende Hackbrett.

Die drei Sängerinnen der „Cantilena Tyrolensia“ erfreuen mit schönen, intonationssicheren Klängen und wirken nach der Pause, als sie von der Empore singen, wie drei Engerl aus der Höhe. Als das „Samerberger Weisenbläser“- Duo seine Alphörner aufstellt, ertönt begeistertes „Ah!“ und „Oh!“ im Saal. Doch erweist sich, dass die Wirkung dieser ganz besonderen Instrumente im Freien doch viel stärker zum Tragen kommt als hier im Barocksaal. Angelika Salchegger entlockt ihrer steirischen Harmonika besinnliche wie ausgelassen beschwingte Solo-Weisen und verbindet sich mit der Stubenmusik aufs Harmonischste. Die vier Herren des „Brixener Viergesangs“ rufen vor allem Verzauberung hervor, wenn sie tirolerisch singen: sauber, subtil, mit schönem Stimmmaterial. Ob das gemeinsame Singen von „O du fröhliche“ zum Abschluss – das Bühne und Saal verbindet – als emotionaler Höhepunkt des Konzertes oder als ein Zuviel empfunden wird, ist Geschmackssache.

Sabine Näher

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