Schon 25 mal war der Angeklagte mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. fkn

Alle Ausreden halfen nichts

Weilheim - 75-Jähriger wurde wegen Fahrerflucht zu einer Geldstrafe verurteilt.

Eine 70-Jährige saß am Vormittag des 5. Februar 2010 in der Bahnhofstraße in Weilheim in ihrem Fahrzeug, als der Angeklagte neben ihr mit seinem Auto einparkte. „Er riss seine Fahrertüre auf und knallte sie gegen mein Auto“, so die Geschädigte. Als sie ihn zur Rede stellte, habe der Rentner aus Weilheim sie angeherrscht: „Was wollen Sie denn?“ und sei in Richtung Postgebäude gegangen. Weil ihr bei dem Unfall ein Schaden von rund 1300 Euro entstanden war, zeigte die 70-Jährige den Rentner wegen Fahrerflucht an.

Der Angeklagte bestritt den Vorwurf: „Ich habe keinen Anstoß bemerkt.“ Er habe auch nach dem Vorfall nicht das Weite gesucht, sondern aus seinem Auto eine Kamera geholt, um das andere Fahrzeug zu fotografieren. „Bevor ich zurückkam, war die Dame aber schon verschwunden.“ Er sei danach von sich aus zur Polizei gefahren, um den „angeblichen“ Unfall zu melden.

Ein Sachverständiger kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass der Schaden an der Beifahrertüre der Geschädigten durch den Angeklagten verursacht worden sei.Der Richter hielt dem Rentner 25 zum Teil einschlägige Vorstrafen vor und hatte keinen Zweifel an dessen Schuld. Weil aber er und seine Frau von einer Rente in Höhe von 600 Euro leben müssen, fiel das Urteil mit 60 Tagessätzen zu je 15 Euro Geldstrafe trotz der Latte von Vorstrafen moderat aus.

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