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Einmal am Alpenrand entlang von Rosenheim bis Weilheim soll der „Alpenbus“ fahren, wenn er frühestens Ende 2021 seine Premierenfahrt antritt.

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„Alpenbus“ startet frühestens Ende 2021 - aber hält er auch in Weilheim?

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  • Sebastian Tauchnitz
    Sebastian Tauchnitz
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In Sachen „Alpenbus“ geht einiges voran. Bei einem Treffen der beteiligten Landräte wurde vereinbart, den MVV mit der Grobkonzeption zu beauftragen. Bis der Expressbus fährt, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen.

Landkreis – Die bayerischen Landräte tagten dieser Tage im fränkischen Veitshöchheim. Der Tölzer Landrat Josef Niedermaier nutzte nach eigenen Angaben dabei die Gunst der Stunde und scharte seine Amtskollegen aus der Region – darunter auch die Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau, Andrea Jochner-Weiß – um sich, um mit ihnen über das weitere Vorgehen in Sachen „Alpenbus“ zu sprechen. Niedermaier war zuvor vom bayerischen Verkehrsministerium mit der Koordinierung beauftragt worden.

Wie berichtet, soll der Alpenbus eine dringend notwendige Ost-West-Expressverbindung schaffen. Angedacht war die Route Rosenheim bis Immenstadt im Allgäu. Konzentrieren wird man sich jetzt aber erst einmal auf den Abschnitt bis in den Landkreis Weilheim-Schongau. „Die Landkreise im Allgäu sind da nicht mit Eifer dabei“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß gestern: Der Landkreis Oberallgäu habe keine Stellungnahme abgegeben, das Ostallgäu lehne den Vorschlag ab.

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Die groben Rahmenbedingungen für die Expressverbindung, die die damalige Verkehrsministerin Ilse Aigner ins Gespräch gebracht hatte, sind klar: Zwischen 6 und 20 Uhr soll er einmal pro Stunde fahren. Wie die Linienführung aussehen könnte, welcher Tarif sinnvoll ist, welche Kosten entstehen und andere Fragen – das wird nun im Auftrag der Landkreise eine Tochtergesellschaft des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) klären. Sie wurde mit der Grobkonzeption beauftragt. Die Kosten dafür teilen sich die Landkreise. „Für jeden sind das rund 2500 Euro, da braucht nicht extra der Kreisausschuss zu entscheiden“, sagte Jochner-Weiß gestern weiter.

Wieviel steuert der Freistaat für den „Alpenbus“ zu?

Wenn der Bus aber erst einmal fährt, möchten die Landkreise allerdings nicht alleine für das Angebot aufkommen. Müssen sie auch nicht, sagt Niedermaier mit Blick auf die Zusage des Freistaats, mittelfristig die Hälfte des Defizits dieser Landesbuslinie zu tragen. „Am Anfang übernimmt der Freistaat sogar noch mehr“, ist sich der Tölzer Landrat Niedermaier sicher. Die anderen 50 Prozent tragen die Landkreise nach einem noch festzulegenden Verteilungsschlüssel.

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Diskussionen gibt es auch über die Linienführung. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen drängt auf einen Halt in Murnau, der Landkreis Weilheim-Schongau auf einen in Weilheim. Beides zusammen geht möglicherweise nicht. „Wir haben in Veitshöchheim auch über dieses Problem geredet“, sagt Niedermaier.

Landrätin: „Der Bus muss für Pendler so attraktiv wie möglich sein“

Der MVV wird nun beide Varianten untersuchen – dann werde man entscheiden können, was mehr Sinn habe. Wichtig sei, dass der Bus am Ende so fahre, dass es auch Sinn ergibt und möglichst viele Pendler die Strecke nutzen, meinte Jochner-Weiß zu diesem Thema. Und schränkte schon einmal vorsorglich ein: „Selbst wenn der Alpenbus am Ende nur in Penzberg, nicht aber in Weilheim halten würde, wäre das ein Gewinn für die Penzberger und insbesondere für ,Roche’“.

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Bis der erste Expressbus startet, wird noch einige Zeit ins Land gehen. In etwa einem halben Jahr könnte die Grobkonzeption des MVV vorliegen. Nach den politischen Entscheidungen müssen dann Ausschreibung und Vergabe erfolgen.

Das dauert noch einmal mindestens 18 Monate. Parallel sind noch einige Probleme zu lösen. Realistisch gesehen, könnte der erste Bus frühestens Ende 2021 fahren.

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