Auch beim „Runnig day“ in Penzberg für die Menschenrechte engagiert: amnesty international (im Bild mit Marlies Bauer, Christine Wunderlich und Martina Schmid, v.l.). foto: fkn

"amnesty international" in Penzberg: 25 Jahre Einsatz für die Menschenrechte

Penzberg - Mit einer Unterschriftenaktion für einen Gefangenen in Südafrika nahm sie ihre Arbeit auf. Inzwischen besteht die Ortsgruppe Penzberg von amnesty international seit 25 Jahren.

Bei ihrem ersten Fall setzte sich die Gruppe für Dan Sandi ein, der - weil er sich gegen die Rassentrennung aufgeleht hatte - in Südafrika im Gefängnis war. Dan Sandi kam genauso frei wie ein Mann in Aserbaidschan, für den die Ortsgruppe später kämpfte. Dessen Freilassung war ein ganz besonderer Erfolg. Der Staat hatte den Mann zum Tode verurteilt, amnesty forderte eine Umwandlung in eine Haftstrafe und eine Prüfung der Gerichtsverfahren. „Am Ende stand eine Generalamnestie für die Gefangenen, der maximale Erfolg“, sagt Marlies Bauer, die die Ortsgruppe früher leitete.

Gefangene betreuen die Penzberger amnesty-Mitglieder schon länger nicht mehr. Sie konzentrieren sich heute auf die Öffentlichkeitsarbeit: etwa mit Informationsständen am Weihnachtsmarkt oder beim Tollhub-Festival.

Unterstützung - wie sie von der evangelischen Kirche kommt - schadet nicht: „Wir sind immer kurz vorm Auflösen“, sagt Martina Schmid, Sprecherin der Ortsgruppe. Bei der letzten Versammlung im Juni tauchte wegen Terminschwierigkeiten und aus Krankheitsgründen nur Vorsitzende Manuela Gies auf. Seit der Gründung zählte die Gruppe immer zwischen vier und zehn Mitgliedern. Momentan sind es sechs Frauen aus Penzberg und Umgebung. „Immerhin gibt es hier eine Gruppe“, meint Schmid, die in Geretsried wohnt.

Durch gezielte Informationen versucht die Penzberger Ortsgruppe, auf die Opfer von Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Die Resonanz sei recht gut. Es gibt laut Schmid ein Stamm-Publikum und 20 lokale Unterstützer, die allein im vergangenen Jahr 1300 Euro spendeten - der Betrag sei über die Jahre hinweg konstant geblieben.

Mehr über die amnesty-Gruppe lesen Sie in der aktuellen Printausgabe.

Auch interessant

Kommentare