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„So wahr mir Gott helfe“: Bürgermeister Klaus Kostalek (r.) vereidigt den neu gewählten dritten Bürgermeister Karl Kuhn (l.). Franz Thanner (Mi.) war bereits in der vorherigen Amtsperiode zweiter Bürgermeister und musste deshalb nicht mehr vereidigt werden.

Die Bayerische Variante, um das Amt zu bestimmen

Bayerische Variante: Wahl des Bürgermeisters wird hier mit Schafkopfkarten entschieden

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Sowas hat es wohl auch noch nicht gegeben: Um den künftigen Dritten Bürgermeister in Antdorf zu bestimmen, wurde gekartelt. 

  • Die konstituierende Sitzung des Antdorfer Gemeinderats lief zeitweise ungewöhnlich ab.
  • Um den Dritten Bürgermeister zu bestimmen, wurde zu einer bayerischen Variante gegriffen. 
  • Im Gemeinderat kartelte man um das Amt des zweiten Stellvertreters. 
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Antdorf – Die Sau stach den König, und der Ober hatte eh das Nachsehen: In der konstituierenden Sitzung des Antdorfer Gemeinderats mussten drei Karten am Montagabend über den künftigen Dritten Bürgermeister der Gemeinde entscheiden.

Zuvor waren der bisherige Amtsinhaber Peter Haberle sowie Karl Kuhn und Hermann Streicher vom Gremium in geheimer Wahl mit Stimmengleichheit auf diesen Posten gewählt worden. Per Spielkarte schied Streicher aus – er zog die niedrigste Karte, den Ober. Doch die geheime Stichwahl zwischen den Gemeinderäten Haberle und Kuhn brachte erneut keine Entscheidung. Beide erhielten jeweils sechs Stimmen. Eine Stimme war eine Enthaltung. 

Karteln um das Amt des Dritten Bürgermeisters in Antdorf: Karl Kuhn zog die Sau

Also musste Bürgermeister Klaus Kostalek, der bei der Kommunalwahl im März wiedergewählt worden war, erneut zu den Spielkarten greifen: Sau oder König standen zur Wahl. Die Sau zog Karl Kuhn, der mit diesem glücklichen Griff zur höheren Karte neuer Dritter Bürgermeister von Antdorf wurde. Seine beiden Mitstreiter nahmen ihre Niederlage gelassen. Wesentlich eindeutiger und schneller verlief dagegen die Wahl des zweiten Bürgermeisters. Hier konnte Amtsinhaber Franz Thanner in einem einzigen geheimen Wahlgang die überwiegende Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen.

Zu Beginn der konstituierenden Sitzung hatte Kostalek die drei Neuen im Gremium begrüßt: Sebastian Lindner, Michael Eberlein und Kilian Pfluger hatten bei der Kommunalwahl auf der Antdorfer Einheitsliste kandidiert. „Ich hoffe auf weitere schöne sechs Jahre“, sagte Kostalek.

Besetzung der Ausschüsse: Keine Spielkarten nötig - alles verlief schnell und zügig

Schnell und zügig verlief die Besetzung der Ausschüsse sowie die Bestellung der verschiedenen Referenten: Mitglieder des Finanzausschusses sind Franz Thanner (Vorsitzender), Andrea Winkler, Josef Schweyer und Michael Eberlein. Einen Bauausschuss gibt es in Antdorf keinen mehr, erläuterte Kostalek. An Entscheidungen zu Bauangelegenheiten „wollen wir alle Gemeinderatsmitglieder beteiligen“, erläuterte er.

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Für den Bereich Straßen- und Wegebau sind Hermann Streicher, Peter Haberle und Karl Kuhn verantwortlich. Der Gemeindewald wird von Michael Mangold betreut. Referenten für die Bereiche „Schule und Jugend“ sind Sebastian Lindner und Hans Adlwart. Für das Thema „Wasser und Abwasser“ sind Josef Schweyer und Franz Thanner zuständig. Referent für die Gemeindeliegenschaften und den Friedhof ist Hannes Aigner, für den Kindergarten Klaus Kostalek und für den Bereich „EDV und Digitalisierung“ Kilian Pfluger.

Zu Vertretern für die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Habach wurden Klaus Kostalek, Franz Thanner und Karl Kuhn bestellt. Vertreter im Schulverband Iffeldorf ist Sebastian Lindner und zur Vertreterin im Tourismusverband Pfaffenwinkel wurde Andrea Winkler bestellt.

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