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Antdorf will 2022 ein Großprojekt abschließen

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Von: Franziska Seliger

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Das Antdorfer Gewerbegebiet östlich des Steinbacher Wegs wurde 2015 gebaut. Weil dieser Bereich nun voll ist, will die Gemeinde die Gewerbeflächen nach Westen erweitern. Heuer soll das Gelände erschlossen werden. Bei PV-Anlagen „tut sich nichts“
Das Antdorfer Gewerbegebiet östlich des Steinbacher Wegs wurde 2015 gebaut. Weil dieser Bereich nun voll ist, will die Gemeinde die Gewerbeflächen nach Westen erweitern. Heuer soll das Gelände erschlossen werden. Bei PV-Anlagen „tut sich nichts“. © Franziska Seliger (Archiv)

Allzu große Pläne für das Jahr 2022 hat die kleine Gemeinde Antdorf zwar nicht. Immerhin möchte sie in diesem Jahr aber einige wichtige Vorhaben anstoßen. Und ein Großprojekt soll in diesem Sommer auch ganz abgeschlossen werden.

Antdorf – Dass das Oberland als Zuhause immer beliebter wird, merkt man auch in Antdorf. Um Menschen den Traum vom eigenen Häusl zu ermöglichen, hat der Gemeinderat bereits vor Monaten beschlossen, auf einem knapp 10 000 Quadratmeter großen Areal an der Penzberger Straße neues Bauland auszuweisen. Hier sollen laut Bürgermeister Klaus Kostalek Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. Die erste Runde der öffentlichen Auslegung hat der Planentwurf bereits durchlaufen. Wann die zweite öffentliche Auslegung startet, ist laut dem Bürgermeister noch nicht ganz klar. Kostalek geht aber davon aus, „dass es im ersten Quartal weitergehen wird“. Er hofft, dass heuer zumindest noch mit der Erschließung des Geländes begonnen werden kann – also etwa Leitungen und Kanäle verlegt werden. Die ersten Häuser würden aber erst 2023 errichtet werden.

Zehn Betriebe auf 22.000 Quadratmeter großem Areal

Ähnlich sieht es bei der geplanten Erweiterung des Antdorfer Gewerbegebiets aus – obwohl dieses Vorhaben streng genommen kein Projekt der Gemeinde ist. Denn die im Umgriff rund 4,2 Hektar große, derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche hat ein Investor vor etwa einem Dreivierteljahr von einem privaten Verkäufer erworben. Hier soll das „Gewerbegebiet Steinbacher Weg – West“ entstehen: Ein etwa 22.000 Quadratmeter großes Areal, auf dem laut Kostalek etwa zehn Betriebe angesiedelt werden sollen (wir haben berichtet). „Da sind wir dran“, versichert Kostalek. Zwar befinde sich das Projekt noch in der Planungsphase. Doch im Laufe des ersten Halbjahres könnte ein genehmigter Bebauungsplan vorliegen. Dann könnte die Erschließung des Geländes noch heuer erfolgen. Dafür sei aber der Investor zuständig. Ein Spatenstich für die ersten Bauten sei aber nicht vor 2023 zu erwarten.

Kosten von rund 2,7 Millionen Euro

Während diese beiden Vorhaben quasi noch in den Kinderschuhen stecken, steht ein anderes kurz vor dem Abschluss: Die Fertigstellung des neuen Hochbehälters im Antdorfer Ortsteil Frauenrain. „Bis Juni soll er fertig sein“, so Kostalek. Zwar läge ihm noch keine Schlussrechnung vor – damit rechnet Kostalek bis Frühling dieses Jahres – der Bürgermeister schätzt die Gesamtkosten für das Projekt inklusive der Planungskosten aber auf rund 2,7 Millionen Euro – ein dicker Batzen für eine so kleine Gemeinde, den die Bürger über eine Einmalzahlung und höhere Wassergebühren finanzieren sollen. Über die Höhe der Einmalzahlung könne er ohne vorliegende Schlussrechnung noch keine Aussagen machen, so Kostalek. Vermutlich werde die Zahlung aber im Laufe des ersten Quartals fällig. Der Wasserpreis werde vermutlich zum 1. Januar 2023 angehoben. Auch hier ist die Höhe noch unklar.

Um Photovoltaik-Pläne ist es still geworden

Zu guter Letzt möchte Kostalek die Planungen für den Kindergarten-Neubau „vorantreiben“. Dass für die Einrichtung, die derzeit im Ort angesiedelt ist, ein Neubau am Sportplatzgelände entstehen soll, ist schon seit einigen Jahren ein großer Wunsch der Gemeinde. Bereits Ende 2019 hatte Kostalek für den Neubau Kosten zwischen 2,5 und 2,8 Millionen Euro aufgerufen. Nach Abzug möglicher Fördergelder schätzte er damals, dass der Eigenanteil der Gemeinde bei rund einer Million Euro liegen könnte.

Heuer soll zumindest mal ein Planer für das Vorhaben gefunden werden, so Kostalek. Dafür sei eine öffentliche Ausschreibung nötig. Viel mehr werde aber nicht passieren.

Ruhig geworden ist es um die zwei Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, die im Gemeindegebiet entstehen sollen. Zum Einen eine rund 45 000 Quadratmeter große Anlage südlich des Ortsteils Breunetsried, die die Münchner Firma „Vispiron“ hier auf einer zur Pacht angebotenen Fläche errichten möchte. Zum Anderen eine kleinere Anlage, die ein Privatmann auf seinem Grund in der Nähe des örtlichen Sendemastens westlich der Autobahn bauen will. Im vergangenen Jahr hat sich die Gemeinde bereits für die Vorhaben ausgesprochen und notwendige Beschlüsse verabschiedet (wir haben berichtet). Doch seitdem ist es still geworden um die PV-Pläne. „Da tut sich nichts“, so Kostalek auf Nachfrage. Die Genehmigungsverfahren hätten noch nicht begonnen. Er vermutet, dass die derzeit hohen Rohstoff- und Materialpreise die Verantwortlichen ausbremsen.

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