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So soll das neue Sportgelände aussehen. Markant sind der Kinderspielplatz samt Abenteuerspielplatz (unten) und der „Radl-Park“ (recht oben).

Dorferneuerung

Neues Sportzentrum für Antdorf

Antdorf - Die Gemeinde Antdorf geht das nächste Großprojekt in derDorferneuerung an: Das Sportgelände soll erweitert werden. Geplant ist ein Freizeitareal für Jung und Alt. Jetzt ist der Zuschuss fix.

Geht es nach den Vorstellungen von Bürgermeister Klaus Kostalek, bekommt Antdorf ein neues Sportzentrum. Im Rahmen der Dorferneuerung ist ein Ausbau der bestehenden Anlagen am nordwestlichen Ortsrand geplant. Es wäre das zweite große Thema, dass 2017 dem Dorf nach der Wasserpreis-Erhöhung und dem Bau eines Hochbehälters (wir berichteten) ins Haus stehen würde. Der Rathauschef berichtete von dem Projekt in der Bürgerversammlung und präsentierte eine erste Kostenschätzung. Mit rund 600 000 Euro ist das Gesamtvorhaben angesetzt, im günstigsten Fall muss die Kommune nur die Hälfte tragen.

Kostalek möchte mit dem Ausbau das doch zerstückelte Areal aufwerten. Fußballer Eisstockschützen, Kraftsportler, Tennisspieler, Schützen und Trachtler teilen sich bislang das Gelände. Der ASV hatte heuer sein neues Domizil am Fußballplatz in Betrieb genommen. Doch eines fehlt dem Rathauschef: Angebote für Antdorfs Jugend. Der Bedarf sei vorhanden – gerade angesichts von derzeit 270 Jungbürgern zwischen 0 und 18 Jahren, wie Kostalek in der Bürgerversammlung deutlich machte.

Der Eingabeplan des Uffinger Landschaftsarchitekten Stefan Goller liegt bereits vor. Er sieht neben einem Allwetter- und einem Mehrzweckplatz neue Parkplätze vor – und vor allem einen Kinderspielplatz (500 Quadratmeter) sowie einen Abenteuerspielplatz (800 Quadratmeter) unter anderem mit Kletterwand, Rutsche und Balanciergeräten. Auch an einen „Radl-Park“ auf einem 5000 Quadratmeter großen kirchlichen Grundstück ist gedacht. „Alles immer mit viel Grün“, verweist Kostalek auf die Bepflanzungen. Sogar eine Streuobstwiese möchte er anlegen, ein 1500 Quadratmeter großes Flurstück ist von der Kirche gepachtet. Und da wäre noch ein Streichelzoo, das erklärte Lieblingsprojekt des Bürgermeisters.

Der Gemeinderat hat den Weg frei gemacht, in dem er den Flächennutzungsplan für den Bereich unterhalb der Kirche änderte. Einzig die Finanzierung war bis jetzt unklar. Denn über die Dorferneuerung lässt sich das Vorhaben nicht bezuschussen, wie Kostalek erklärte. Das 600 000-Euro-Projekt würde den Kostenrahmen des dörflichen Entwicklungsprojekts sprengen. Kostalek hat deshalb einen neuen Topf aufgetan: Beim Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurde im Oktober der Zuschussantrag gestellt. Das Vorhaben wird allerdings weiter über die Dorferneuerung abgewickelt, so der Bürgermeister.

Die ersten Signale aus den Behörden seien positiv, berichtete er bei der Bürgerversammlung. Bekommt Antdorf genug Punkte in dem Bewertungssystem zusammen, gebe es wohl grünes Licht für die Finanzspritze. Kostalek: „Es sieht ganz gut aus.“ Er behielt Recht. Am 28. Dezember gab das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten bekannt, dass sich zehn oberbayerische Projekte über insgesamt rund 1,7 Millionen Euro aus dem ELER-Topf freuen können. Antdorf ist als einzige aus dem Landkreis dabei: Immerhin circa 268 000 Euro erhält die Kommune für die Dorferneuerung. „Die Gemeinde können ihre Projekte jetzt rasch umsetzen“, kündigte Minister Helmut Brunner an.

Von April bis November 2017 könnte an dem neuen Freizeitgelände gebaut werden. „Wir wollen es nicht auf einmal durchziehen“, sagt Rathauschef Klaus Kostalek. Wäre der Zuschuss ausgeblieben, hätte die Gemeinde „überlegen müssen, ob wir selber anfangen“. Denn zumindest den Spielplatz möchte der Bürgermeister auf jeden Fall realisieren.

Das letzte große Projekt der Antdorfer Dorferneuerung war die Umgestaltung der Ortsmitte. Dies wurde im Juni 2015 abgeschlossen. Für insgesamt rund 1,2 Millionen Euro waren die Dorfstraße und der Kirchplatz hergerichtet worden. 40 Prozent der Kosten trug die Gemeinde, den Rest übernahm das Amt für ländliche Entwicklung. Weitere 350 000 Euro kostete die Sanierung des alten Schulhauses, die Hälfte übernahm die Kommune.

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