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Massenauftritt der Trommlerzüge auf dem Kirchplatz.

Festzug und Gottesdienst

Doppel-Fest in Antdorf: Feuerwehr und Trommlerzug feierten runde Geburtstage

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In Antdorf wurde mit einem Massenauftritt von Trommlerzügen und einem Festzug gefeiert: Die Feuer beging ihr 140-Jähriges, der Brauchtumsverein und Trommlerzug sein 20-Jähriges.

Antdorf – Echte Musiker sind hart im Nehmen. Was am Samstagabend die zahlreichen Trommlerzüge zum Auftakt der Antdorfer Festtage bewiesen: Zwar verzichteten die Teilnehmer angesichts der nassen Witterung auf den geplanten Sternmarsch, das gemeinsame Spielen im Massenchor auf dem Kirchplatz ließen sich die Trommler aber nicht nehmen. Genau so wenig wie das Feiern danach im Höck-Stadl.

Zwei Jahrzehnte Brauchtumsverein und Trommlerzug (BVT) in Antdorf und vor allem 140 Jahre örtliche Feuerwehr waren am Wochenende ein guter Grund zum Feiern, Am gestrigen Sonntag bildeten der Festgottesdienst und der Festzug zum Höck-Stadl den würdigen Rahmen des Doppel-Geburtstages. In der voll besetzten Pfarrkirche St. Peter und Paul zelebrierte Pfarrer Peter Seidel den Gottesdienst. In seiner Predigt würdigte er die beiden örtlichen Institutionen: „Vereine sind wichtig in unserer heutigen Zeit“, sagte Seidel. Dahinter stehen Menschen, die „die sich entschieden haben, sich für etwas einzusetzen“ und zwar dafür, „ehrenamtlich für andere Menschen da zu sein“, lautete seine Botschaft – gerade im Hinblick auf die freiwilligen Helfer der Wehr. Seidel warb auch dafür, eine weitere persönliche Entscheidung dahingehend zu treffen, „die Freundschaft zu Jesus nicht zu verlieren“.

Mit den Antdorfern feierten am Sonntag auch zahlreiche Feuerwehren aus dem Bezirk Ost. Delegationen waren vom Patenverein Iffeldorf über die Penzberger, Habacher bis hin zu den Magnetsriedern erschienen. Sogar eine siebenköpfige Abordnung aus Südtirol hatte sich auf den Weg in das Oberland gemacht: Die Feuerwehr Deutschnofen pflegt seit 15 Jahren eine Freundschaft zu Wehr und Trommlerzug in Antdorf, inklusive regelmäßiger gegenseitiger Besuche. Im Feststadl saß Kommandant Reinhard Plattner und freute sich mit den Gastgebern: „Das ist eine schöne Gegend mit super Leuten.“

Dominikus Miller, Vorstand des Feuerwehrvereins, blickte auf 140 Jahre Geschichte der ehrenamtlichen Hilfe zurück. Die Wehr sei einem stetigen Wandel unterzogen gewesen, die Einsätze hätten sich verändert, so Miller. Heute steht weniger der Brandeinsatz für die derzeit 57 Aktiven im Vordergrund, sondern die technische Hilfeleistung, die bis zur Hochwasserbekämpfung reicht. Miller sprach von einer „hohen sozialen und gesellschaftlichen Bedeutung der Feuerwehr für unsere Dorfgemeinschaft“.

Was ebenfalls der Bürgermeister unterstrich. Die ehrenamtliche Institution sei „ganz hoch anzusiedeln“ im Antdorfer Leben, bekräftige Klaus Kostalek. Allerdings mahnte der Rathauschef eine wichtige Grundvoraussetzung an: „Du brauchst auch Leute, die da sind, wenn es brennt“, so das Dorfoberhaupt – was aber in seiner Gemeinde dank der vielen vor Ort arbeitenden Landwirte und Gewerbetreibenden noch kein Problem sei. Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta dankte den Aktiven für ihr Engagement. Welches eine lange Tradition habe: „Zu allen Zeiten hat es Leute gegeben, die ihr Bestes gegeben haben“, so Sobotta – in Antdorf bereits seit 140 Jahren.

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