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So sehen Sieger aus: Hansjörg Reßler (links) setzte sich im Finale gegen den Chef der Auerbergler, Hubert Greisel, durch.
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Der Herr des Ringes: Wolfgang Arnold jubelte lauthals über seinen Sieg in der neu eingeführten AK 1 bis 75 Kilo.

Fingerhakler siegen bei Alpenländische

Ammergauer ziehen’s in Antdorf durch

Ammergau oder Auerberg? Auf dieses Duell lief es in den vergangenen Jahren bei fast allen Titelkämpfen der Fingerhakler hinaus. Auch bei den alpenländischen Meisterschaften in Antdorf machten die zwei Dauerkonkurrenten Platz eins unter sich aus.

Antdorf – Bei der 42. Auflage des Traditionsbewerbs mit Teilnehmern aus Bayern und Österreich, die der Ortsverband Antdorf/Eberfing ausrichtete, hatten die Gastgeber vom Ammergau mit 43 Punkten die Nase vorne. Sie verwiesen die Konkurrenten vom Auerberg aus Bernbeuren, die auf 36 Punkte kamen, auf den zweiten Platz. Rang drei ging an Titelverteidiger Werdenfels mit 33 Zählern.

„Das ist ein toller Erfolg“, freute sich Hansjörg Reßler, Vorstand der Ammergauer, der selbst im Einsatz war und in der Altersklasse 1 (75 bis 85 Kilo) den ersten Platz holte. „Der Finger schaut ganz vertretbar aus“, meinte Reßler nach seinem Finalsieg gegen Hubert Greisel, dem Chef der Auerbergler.

Reßlers Mittelfinger war im Gegensatz zu dem mancher Konkurrenten noch ziemlich heil. Bei anderen wurde die Haut dagegen stark in Mitleidenschaft gezogen. Das war aber kein Grund, um aufzuhören. Mit bandagierter rechter Hand wurde mit der linken weitergezogen. Blutspritzer am Kampftisch blieben so nicht aus. Die Kampfrichter, die die Duellanten vor dem Startkommando in die richtige Position brachten, beseitigten die Spuren aber akribisch mit Desinfektionsmittel, während sich die Sanitäter um die verletzten Finger kümmerten.

„Das gehört dazu“, war aus dem Kreisen der zähen Teilnehmer zu hören, die sich vor dem Weg auf die Bühne intensiv vorbereiteten. Zum Aufwärmen nutzten sie Gewichte, Expander oder einen Teamkollegen als Sparringspartner.

Beim Duell am Kampftisch dauerte es oft nur wenige Augenblicke, bis einer der Hakler über den Tisch gezogen wurde oder der Lederring aus dem Finger rutschte. Bei zwei Niederlagen war der Bewerb, der im Modus Doppel-K.o. ausgetragen wurde, vorbei. Insgesamt waren 151 Hakler am Start. „Das Feld ist stark besetzt, da auch die Österreicher mit guten Leuten da sind“, urteilte Reßler, der auch eine gute Mannschaft mit 32 Haklern an den Start schickte. Die erzogen sich auch zahlreiche Spitzenplatzierungen, wobei es jeweils Punkte für die ersten sechs Plätze gab.

Neben Reßler holte sich sein Teamkollege Wolfgang Arnold in der neu eingeführten AK 1 bis 75 Kilo den Sieg, genauso wie Andreas Sturm im Leichtgewicht. Alexander Arnold (Mittelgewicht) und Thomas Arnold (Jugend) holten zweite Plätze. Anton Bader landete in der mit 27 Kämpfern größten Klasse, dem Halbschwergewicht, auf Rang drei. Im Schwergewicht, bei dem einmal mehr Josef Utzschneider (Werdenfels) triumphierte, belegte Florian Ruhdorfer Rang fünf. Damit sammelte er genauso Punkte wie Werner Franz (AK 1 75-85kg) für Platz vier, Benedikt Höck (Leichtgewicht) und Gerhard Sturm (AK 1 ab 85 Kilo) für Rang fünf sowie Jakob Drews (AK 1 bis 75 Kg) und Stephan Harrer (Halbschwergewicht) für ihre sechsten Plätze.

Rund 700 Zuschauer füllten das Festzelt in Antdorf und sorgten für gute Stimmung, da die Fans ihre Favoriten lautstark unterstützten. „Mit der Besucherzahl sind wir sehr zufrieden“, sagte Florian Böhm, der Chef der ausrichtenden Ortsgruppe Antdorf-Eberfing, der mit zehn Helfern für einen reibungslosen Ablauf der Traditionsveranstaltung sorgte.

Roland Halmel

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