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Auch Stoffdruck wurde beim Schnuppertag für künftige Hauswirtschafterinnen gezeigt

Aktion des Amts für Landwirtschaft

Werbung für Hauswirtschaft

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Besondere Aktion in Antdorf: Auf einem Hof gab es einen Schnuppertag zur Hauswirtschaft. Das Amt für Landwirtschaft sucht derzeit mit solchen Aktionen Lehrlinge.

Antdorf – Es ist eine besondere Aktion des Weilheimer Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), mit der kräftig Werbung für den Hauswirtschaftsberuf gemacht werden soll: Im Amtsbezirk von acht Landkreisen werden in den Osterferien Schnupperlehren angeboten. Ein Tag fand nun in Antdorf auf dem Hof der Familie Schweyer statt.

Für Helena Grasl ist eines klar: Sie will unbedingt Hauswirtschafterin lernen. „Mir macht es Spaß, mit Leuten zu arbeiten“, sagt die 15-jährige Realschülerin aus Münsing. Worte, die Barbara Schmid gern hört. Sie ist Bildungsberaterin am Landwirtschaftsamt und rührt die Werbetrommel für die Hauswirtschaft. Denn Nachwuchs können sie gebrauchen. Aktuell sind im Amtsbereich circa 30 Lehrlinge im dualen System dabei. „Tendenz steigend“, sagt Schmid – aber es gelte, die Hauswirtschaft aus ihrer Ecke herauszuholen. „Es ist ein Beruf, der unterschätzt wird.“ Hauswirtschaft sei aber sehr attraktiv und abwechslungsreich, eine Arbeit, die Zukunft hat, wirbt Schmid. Und zwar nicht nur im landwirtschaftlichen Bereich, sondern in einer Bandbreite von großen Haushalten bis hin zu Dorfhelferinnen. „Auch die Hotels ziehen voll nach“, weiß Schmid. Maria Lidl bricht ebenfalls eine Lanze für die Tätigkeit und die Ausbildung mit zwei Jahren Berufsschule und einjähriger Praxis im Betrieb: „Man hat nach der Lehre eine gute Chance, unterzukommen“, sagt die zweite Kreisbäuerin aus Rain bei Penzberg. Zudem könne man sich im Anschluss weiterbilden, entweder zum Meister oder zum Techniker. Lidl ist sicher: „Das ist ein Beruf, der wirklich fürs Leben wichtig ist.“

Deshalb gibt es die „Woche der offenen Ausbildungstür“, wie es Bildungsberaterin Barbara Schmid nennt. Im vergangenen Jahr gab es einen Infotag zum 21. März, dem Welttag der Hauswirtschaft. Heuer ist das Angebot in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Fürstenfeldbruck, Miesbach, Dachau, Starnberg und Landsberg breiter gefächert. Von den 50 anerkannten Ausbildungsbetrieben machen 15 mit. Circa 20 Teilnehmerinnen zwischen 14 und 18 Jahren zählt Amtsmitarbeiterin Barbara Schmid. Die Motivation sei sehr gut. „Sie sind sehr interessiert.“ Die Teilnehmer durchlaufen in den Betrieben verschiedene Stationen – die Palette reicht von der Küche über Gartenarbeit, Eingangsbereiche dekorieren, Stoffe bedrucken, Hemden bügeln bis zum Mittagstisch eindecken.

Schnupperlehrling Helena Grasl jedenfalls bleibt dabei. Die 15-Jährige startet nächstes Jahr mit ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Einen Betrieb hat sie schon: Die Antdorferin Theresia Schweyer nimmt sie im dritten Lehrjahr. Grasl wollte unbedingt auf den Hof. „Ich mag es, mit Tieren zu arbeiten.“

Infos zur Hauswirtschaft beim Amt für Landwirtschaft Weilheim (Telefon 0881/994-0 und auf www.aelf-wm.bayern.de.

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