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In Antdorf steigt der Preis fürs Trinkwasser

In Antdorf: Wasser wird teurer, Abwasser billiger

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Jetzt ist es amtlich: Die Gemeinde Antdorf ändert zum 1. Januar 2018 die Preise beim Wasser und Abwasser.

Antdorf - Beim Trinkwasser geht es für einen Teil der Bevölkerung nach oben. Die Abwassergebühr sinkt dagegen. Der Antdorfer Gemeinderat verabschiedete nun einstimmig die neuen Satzungen. Die Gebühren gelten bis zum Jahr 2021. Dann gibt es eine neue Kalkulation.

Beim Trinkwasser gibt es zwei Richtungen, denn Versorgung und damit Abrechnung ist im Gemeindegebiet zweigeteilt. Im Hauptort müssen die Bürger beim Trinkwasser mehr zahlen: Die Gebühr pro Kubikmeter steigt von 0,57 auf 0,66 Euro. In den Weilern der sogenannten Riederschaften wird es dagegen günstiger: Statt 0,42 Euro sind 0,38 Euro fällig.

Dass Letztere in den Genuss einer Gebührensenkung kommen, begründet Bürgermeister Klaus Kostalek damit, dass die dort vorherrschende Landwirtschaft nicht übermäßig belastet werden soll und dass in den Riederschaften nun auch eine Grundgebühr verlangt wird – diese reicht von 33 bis 183 Euro je nach Zählergröße. Im Hauptort sind künftig 27,60 bis 151,20 Euro Grundgebühr zu zahlen.

Das Thema beschäftigt die Verwaltung um Kämmerer Josef Kinshofer schon länger. Bereits in der Bürgerversammlung Ende 2016 hatte Klaus Kostalek ein Drehen an der Gebührenschraube angekündigt. Die Erhöhung des Wasserpreises hatte sich auch bei der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2016/2017 abgezeichnet: Die Gemeinde muss nämlich ein deutliches Minus in der Trinkwasser-Sparte ausgleichen. Hohe Einnahmen werden nicht erwartet: Im Haushaltsansatz 2016/2017 waren nur 56 000 Euro und 60 000 Euro aus Beiträgen angesetzt, Auf der anderen Seite standen wegen des hohen Unterhaltsbedarfs Ausgaben von immerhin 144 950 Euro und 150 950 Euro. Antdorf hatte allerdings in der vergangenen Zeit auch viel investiert. Seit 2003 waren es rund 800 000 Euro allein für die Verbesserung der Wasserversorgung, insgesamt kamen bis heute rund eine Million Euro zusammen.

Eigentlich hatte die Verwaltungsgemeinschaft Habach die Wasser- und Abwassergebühren für heuer neu berechnen wollen. Kämmerer Josef Kinshofer stand vergangenes Jahr schon in den Startlöchern. Allerdings wurde dann alles verschoben – auch wegen der unklaren Situation des geplanten neuen Hochbehälters und dessen Finanzierung. Nun gibt es eine Berechnung ohne Hochbehälter. „Eine moderate Erhöhung“, nennt es Bürgermeister Kostalek. Er selbst hatte befürchtet, dass es teurer wird. Jetzt freut es ihn, „dass man die Bürger nicht so stark belasten muss“.

Im gleichen Aufwasch beschloss der Gemeinderat sinkende Abwassergebühren. In Antdorf sind ab 2018 statt 3,10 Euro nur noch 2,93 Euro je Kubikmeter zu zahlen. Die Riederschaften bleiben außen vor, dort besitzen die Anwesen eigene Entsorgungsanlagen. Kämmerer Kinshofer begründete auf Nachfrage die Senkung mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung in der Sparte. Das Minus hält sich laut Haushalt in Grenzen: Für 2016 und 2017 waren jeweils 143 250 Euro Einnahmen angesetzt, die Ausgaben sollten, auch bilanztechnisch bedingt, bei 163 500 und 157 000 Euro liegen. Die Kämmerei geht davon aus, dass diese Unterdeckung in den nächsten Jahren ausgeglichen werden kann.

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