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Antdorf will auch für Gewerbebetriebe interessant sein.

Gewerbegebiet Antdorf  

Gewerbe wird geschützt

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Die Gemeinde Antdorf hat die baulichen Rahmenbedingungen für ihr neues Gewerbegebiet „Am Steinbachweg“ nachgebessert. Der Gemeinderat beschloss die entsprechende Satzung.

Antdorf – Vorangegangen war eine Änderung des Bebauungsplans samt öffentlicher Auslegung und Berücksichtigung von Stellungnahmen von Fachbehörden und Öffentlichkeit. Zu der Änderung hatte sich der Rat aus mehreren Gründen entschlossen. Vor allem war nach der Fertigstellung des 4,2 Hektar großen Gewerbegebiets im Juni 2016 mit den ersten Bauanträgen klar geworden, dass man bei den Betriebswohnungen eine ungewünschte baurechtliche Lücke gelassen hatte. Derartige Wohneinheiten waren in Ausnahmefällen möglich, eine Größenbegrenzung war allerdings nicht festgeschrieben. Im Rat wuchs die Sorge, dass es zu Auswüchsen kommen könnte. Nun gibt es eine klare Linie: Betriebswohnungen sind zulässig, wenn ihre Bruttofläche nicht 40 Prozent des Gewerbebereichs überschreitet. Zudem dürfen sie nicht größer als 150 Quadratmeter sein.

Die Gemeinde beharrte im Planverfahren gegenüber dem Weilheimer Landratsamt auf ihrem Standpunkt: Betriebswohnungen sollen mit der neuen Regelung in dem Areal weiter möglich sein. Man wolle mit stringenten Vorgaben keine Firmen abschrecken, betonte Bürgermeister Klaus Kostalek nochmals. Auch gehe es um die Sicherheit in dem Gebiet: Wenn dort Inhaber oder Mitarbeiter gleich neben ihrem Betrieb wohnen, sei dies von Vorteil. Mit der Regelung, ist der Rathauschef überzeugt, bleibt der Charakter des Gewerbegebiets gewahrt – denn die Betriebe und ihre Abläufe hätten, gerade beim Lärmschutz, immer Vorrang vor einer Wohnnutzung. Die Gemeinde hofft, Konflikten so einen Riegel vorschieben zu können.

Mit der Bebauungsplan-Änderung kommt zudem die Kommune, wie geplant, den Betreibern des angrenzenden Sonderlandeplatzes für Ultraleichflugzeuge entgegen. Der Gemeinderat hatte sich im März dazu entschlossen, einen Teil der Sonderfläche in das Gewerbegebiet aufzunehmen – um mit dem baurechtlichen Kniff den Bau eines Geschäftshauses mit Wohn- und Seminarräumen zu ermöglichen. Das Problem der Gemeinde war nämlich: Sollte der Flugbetrieb eingestellt werden, müsste das Haus eigentlich wieder entfernt werden. Als Lösung wird ein Teil des Grundstücks einfach dem Gewerbegebiet zugeschlagen, der Nutzer nachträglich entsprechend an den Erschließungskosten beteiligt. Der Vorteil: Sollte der Flugbetrieb in der Zukunft eingestellt werden, müsste das Gebäude trotz fehlender Sondernutzung nicht zurückgebaut werden. Landebahn und Hangar bleiben bei der neuen Regelung allerdings außen vor.

In der jüngsten Sitzung lag der Bauantrag für das Gebäude auf dem Tisch. Der Gemeinderat nahm es zur Kenntnis. Ein Beschluss war nicht nötig: Weil es dem Bebauungsplan entspricht, läuft das Vorhaben laut Bürgermeister im Freistellungsverfahren.

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