Dorferneuerung schreitet voran

Startschuss für neues Sportgelände in Antdorf

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Der Gemeinderat in Antdorf segnet ein Angebot für die Neugestaltung des Sportgeländes ab. Die Kosten betragen dabei rund 650.000 Euro.

Antdorf – Das nächste große Dorferneuerungs-Projekt in Antdorf ist endgültig auf den Weg gebracht: Der Gemeinderat vergab einstimmig den Auftrag für die Umgestaltung des Sportgeländes. Kosten laut Angebot der Grainauer Baufirma: rund 650.000 Euro. Allerdings erhält die Kommune für das Vorhaben erhebliche staatliche Fördermittel.

Wie berichtet, sollen die bestehenden Sportanlagen am nordwestlichen Ortsrand kräftig erweitert werden. Es ist ein erklärtes Lieblingsprojekt von Bürgermeister Klaus Kostelek. Er möchte ein umfangreiches Freizeitangebot in einem regelrechten Sportzentrum konzentrieren – und damit vor allem Angebote für die Jugend schaffen. Der genehmigte Eingabeplan des Uffinger Landschaftsarchitekten Stefan Goller sieht umfangreiche Arbeiten vor. Der zweite Tennisplatz wird durch einen Allwetter- und Mehrzweckplatz ersetzt und es entstehen neue Parkplätze auf dem Areal. Vor allem aber gibt es auf einem Hanggrundstück neben dem Schützen- und Trachtlerheim einen Kinderspielplatz sowie einen Abenteuerspielplatz. Auch ein großer „Radl-Park“ ist geplant. Der Rathauschef denkt sogar an eine Streuobstwiese und einen Streichelzoo. Ob die beiden letzteren Ideen allerdings gleich umgesetzt werden, ist unklar.

Der Gemeinderat hatte Ende 2016 mit der Änderung des Flächennutzungsplans den Weg frei gemacht, kurz vor Silvester gab das Münchener Landwirtschaftsministerium grünes Licht für einen 268 000-Euro-Zuschuss aus dem ELER-Topf, einem europäischen Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raums. Zudem wird das Projekt über die Dorferneuerung gefördert.

Alles Geld, das die Gemeinde gut gebrauchen kann. Denn das Vorhaben wird nicht billig. Von 16 Firmen, bei denen angefragt worden war, hatten vier ein Angebot abgegeben. Die niedrigste Offerte kam mit 653 000 Euro von den Grainauer Tiefbauern, wie Bürgermeister Kostalek in der Gemeinderatssitzung mitteilte. Die Spanne der Angebote reichte bis zu 1,4 Millionen Euro. Allerdings lag selbst das günstige Angebot über der anfänglichen Kostenschätzung von 592 000 Euro. Was Kostalek allerdings nicht dramatisch sah – die Mehrkosten würden fast komplett in den mit 92 000 Euro angesetzten Abenteuerspielplatz fallen, dort schieße die Dorferneuerung allerdings 50 Prozent der Kosten dazu. „Das ist schlecht gelaufen, aber unterm Strich dann doch glücklich“, sagte der Rathauschef über die Finanzierung. Die Arbeiten sollen laut Kostalek baldmöglichst starten. Er rechnet damit, dass im Oktober alles fertig ist. Die Gemeinde hat ein Druckmittel: Sollte dieser Termin von der Firma nicht eingehalten werden, sei eine Konventionalstrafe fällig.

Das letzte große Projekt der Dorferneuerung liegt zwei Jahre zurück: Im Juni 2015 war die Umgestaltung der Ortsmitte abgeschlossen worden. Rund 1,2 Millionen Euro wurden in die Dorfstraße und den Kirchplatz gesteckt. 40 Prozent der Kosten trug die Gemeinde, der Rest wurde gefördert. Für weitere 350 000 Euro wurde das alte Schulhaus saniert, die Hälfte zahlte die Kommune.

Rubriklistenbild: © baar

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