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Wartet auf bessere Tage: der Gmünder-Hof an der B2.

Pläne für "Gmünder-Anwesen"

Arbeiten lernen und mehr

Weilheim - Die  „Brücke Oberland“ will  auf dem früherem Bauernhof an der B2 Betreuungsangebote  schaffen. Der Weilheimer Bauausschuss begrüßt die Pläne. 

Die Umbaupläne für das „Gmünder-Anwesen“ südlich von Weilheim werden konkreter. Der Verein „Brücke Oberland“ will auf dem ehemaligen Bauernhof, den die Pfarrei Mariae Himmelfahrt zur Nutzung für einen „kirchlichen oder sozialen Zweck“ geerbt hat, Betreuungsangebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche und deren Familien schaffen.

Nun hat die katholische Kirchenstiftung Mariae Himmelfahrt gebeten, den 2011 aufgestellten Bebauungsplan für den neuen Zweck zu ändern – damals war noch anvisiert, eine Pilgerherberge auf dem zwischen Weilheim und Polling direkt an der B 2 gelegenen Hof zu schaffen. Auch bauliche Erweiterungen wurden beantragt. Der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates stimmte vergangene Woche einmütig zu und begrüßte das Vorhaben. „Ich bin froh, dass sich da was tut“, sagte etwa BfW-Vertreter Rupert Pentenrieder und nannte die Pläne „sehr ansprechend“. Endgültig entschieden wird allerdings erst im Gesamt-Stadtrat.

Anstelle des zunächst vorgesehenen Lärmschutzwalls zur B 2 hin wollen die Eigentümer nun ein Nebengebäude mit Abstellmöglichkeiten und Räumen für Betreuungsangebote schaffen. Auch auf der Südseite ist ein zusätzlicher Bau geplant, insbesondere für Sanitäranlagen und Therapieräume. „Wie ein Dreiseithof“ solle die Anlage wirken, erklärte Diplom-Pädagoge Georg Wernthaler, der dem Vorstand der „Brücke“ angehört.

„Wir wollen da etwas machen, was es im Landkreis noch nicht gibt“, sagte Wernthaler im Bauausschuss – zum Beispiel für „benachteiligte Jugendliche, die gerade den Start ins Berufsleben vor sich haben“. Dabei sei auch an eine landwirtschaftliche Nutzung gedacht, allerdings „nur für therapeutische Zwecke“, so der „Brücke“-Vertreter: „Es geht um Aktivität, ums Arbeitenlernen.“ Es gebe eine Reihe von Jugendlichen, die nicht nur „gesprächsorientierte Betreuung“ bräuchten, sondern „anpacken“ wollten.

CSU-Stadtrat Klaus Gast lobte die Pläne im Bauausschuss: „Es ist gut, dass sich die ,Brücke’ da einbringt und ein realisierbares Projekt vorliegt.“ Mit den baulichen Erweiterungen hat Gast kein Problem. So sei ein Nebengebäude als Abschirmung zur vielbefahrenen Bundesstraße sinnvoller als ein Wall. An der geplanten Verkehrserschließung über die B 2 und die südlich des Hofs vorhandene kleine Straße ändert sich übrigens nichts, wie Bürgermeister Markus Loth (BfW) betonte: „Das ist geregelt.“

Magnus Reitinger

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