Weilheimer Krankenhaus

Rabiate Patienten greifen Arzt und Polizist an

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Weilheim – Zwei Männer rasteten am Mittwochabend im Weilheimer Krankenhaus aus. Darunter war auch ein 16-Jähriger, der sich Anweisungen der Polizei widersetzte.

Mit zwei äußerst rabiaten Männern hatte es die Polizei Mittwochabend zu tun. Beide rasteten im Weilheimer Krankenhaus aus. Ein 16-Jähriger ging Polizisten an, ein 50-Jähriger einen Arzt, der ihn behandeln wollte.

Es war gegen 20.30 Uhr, als laut Harald Schmid von der Polizei in Weilheim Beamte der Zivilen Einsatzgruppe mit Unterstützungskräften einen 16-jährigen Peißenberger nach „intensiven Fahndungsmaßnahmen“ gegen 20.30 Uhr in einer Wohnung in Peißenberg festnahmen. Gegen den jungen Mann bestehen laut Polizeibericht zwei Haftbefehle wegen gefährlicher Körperverletzung. Er hat demnach eine Jugendstrafe von einem Jahr und vier Monaten zu verbüßen.

Da er in der Arrestzelle der Polizei in Weilheim über Herzprobleme klagte, wurde er mit einem Rettungswagen und mit Polizeibegleitung zur Untersuchung in das Weilheimer Krankenhaus eingeliefert.

Als der junge Mann gegen 23.30 Uhr gerade behandelt wurde, kam eine Krankenschwester auf die Polizeibeamten zu und bat um Hilfe, weil ein Arzt von einem Patienten angegriffen wurde.

Einer der Beamten eilte zu Hilfe und sah, wie ein 50-jähriger Weilheimer nach dem Kopf des Arztes schlug, diesen zum Glück aber „nur“ im Brustbereich traf, so Schmid. Der Beamte ging dazwischen und konnte den renitenten Patienten mittels Hebelgriff zu Boden bringen und ihm Fesseln anlegen.

Eine zur Verstärkung alarmierte Besatzung eines Streifenwagens nahm den 50-Jährigen mit auf die Wache und steckte ihn in die Arrestzelle, wobei er die Beamten „durch diverse Äußerungen beleidigte“.

Doch damit nicht genug. Nachdem die Untersuchung des 16-Jährigen ergeben hatte, dass er haftfähig ist, drehte auch er auf: Als er in die Arrestzelle gebracht wurde, weigerte er sich, die Hose auszuziehen. Es wurde ihm angedroht, dass ihm die Hose mit Gewalt ausgezogen werde, wenn er dies nicht freiwillig mache. „Der Jugendliche kündigte an, sich zur Wehr zu setzen“, so Schmid. Was er auch tat. Er sperrte sich vehement gegen das Ausziehen.

Laut Schmid wurde bei dem Kampf um das Ausziehen der Hose, „soweit bisher bekannt“, niemand verletzt. Zum Schluss des Presseberichts wird erklärt, dass den Arrestierten, die in eine Zelle kommen, alle Gegenstände abgenommen werden, damit sie sich und andere nicht gefährden können.  

Rubriklistenbild: © Ruder/Archiv

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