Radler, Autos und Fußgänger passieren den Bahnübergang an der Geistbühelstraße. Nun soll die Fahrbahn verbreitert sowie ein Rad- und Fußweg angelegt werden. rr
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Radler, Autos und Fußgänger passieren den Bahnübergang an der Geistbühelstraße. Nun soll die Fahrbahn verbreitert sowie ein Rad- und Fußweg angelegt werden.

Bahnübergang an der Geistbühelstrasse

Zwischen Bahn und Stadt knirscht’s

Weilheim - Die Pläne der Bahn an der Geistbühelstraße passen der Stadt nicht so richtig ins Konzept:  Sie sieht sowohl den Standort für den Bahn-Halt „Weilheim-Süd“ skeptisch als auch den Umbau des Bahnübergangs.

 Bahnübergang und Bahn-Halt haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Eigentlich. Doch als die Mitglieder des Bauausschusses gestern über den Umbau des Bahnübergangs zu befinden hatten, kam die Rede zwangsläufig auf den geplanten Bahn-Halt „Weilheim Süd“, liegt der doch nur wenige Meter vom Übergang entfernt – in nördlicher Richtung.

Dieser Standort allerdings war einigen Ausschussmitgliedern nicht klar. Bürgermeister Markus Loth (BfW) war der Ansicht, dass „Weilheim-Süd“ weiter südlich liegt und vertrat die Meinung, dass der Heimazeitung in ihrem Bericht vor ein paar Tagen ein Fehler unterlaufen sei. Dass in der Grafik kein Fehler war, belegte Grünen-Stadtrat Alfred Honisch mit einer Skizze der Bahn: „Weilheim-Süd“ liegt nördlich des Übergangs, war darauf klar zu erkennen. Die Stadt hat zu „Weilheim-Süd“, der 2019 in Betrieb gehen soll, allem Anschein nach bisher nur eine kurze Nachricht, aber keine Unterlagen erhalten.

Loth war sichtlich überrascht – und ungehalten. Die Stadt habe den Bahn-Halt doch immer weiter südlich gefordert, sagte er. Über den Standort müsse noch einmal mit den zuständigen Stellen der DB gesprochen werden, so Loth. Zumal, wie Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl (BfW) anmerkte, die Böschung dort ja auch sehr steil sei.

Zwei Welten prallten auch in Sachen „Umbau Bahnübergang“ aufeinander. Wie Stadtbaumeister Wolfgang Frank sagte, soll die Fahrbahn des Bahnübergangs durchgehend auf sechs Meter verbreitert werden. Zudem sei ein eigener Fuß- und Radweg an der Südseite vorgesehen. Die Planung solle dieses Jahr erfolgen, der Ausbau im Jahr 2016. An den Kosten habe sich die Stadt mit einem Drittel zu beteiligen, so Frank, die Höhe des Betrags stehe aber noch nicht fest.

Keine genaue Planung, keine Kostenschätzung: Angesichts dessen versagten die Mitglieder des Bauausschusses die von der Bahn gewünschte Genehmigung für die Umbau-Pläne Auch hierzu soll es nun noch einmal Gespräche geben.

Brigitte Gretschmann

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