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Tolles Bandfoto, nur in Schwarzweiß erhältlich: „Die Tollsten“ alias Heiner Knappsack, Tom Peng und Ede Knappsack (v.l.).  

Serie „Bandprobe“

Toll, toller, Die Tollsten

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Das Weilheimer Indierock-Trio „Die Tollsten“ setzt mit gewitzten deutschen Texten auf ein „mitsingbereites Publikum“.

Weilheim – Es ist nicht viel Persönliches bekannt über „Die Tollsten“. Doch ihre Lieder – von denen man zurzeit stolze 15 Stück kostenlos im Netz (dietollsten.de) anhören kann – sprechen ja für sich. Da geht’s um „Die letzten Helden“, die sich mit „zehn Hoibe“ am Abend als „Retter unsrer Tradition“ fühlen, oder um fragwürdige Idole („von außen cool, von innen hohl“). Und eine deutsche Institution wird liebenswürdig frech angegrölt: „Heino, sing doch mal ein Lied von uns“...

Ihren rotzigen Indierock schmückt die Weilheimer „Bäänd“ (so die Eigenschreibweise) stets mit Texten, „die schmerzfrei mitgesungen werden können“. Und Witz beweisen „Die Tollsten“ auch bei der Beschreibung ihres Stils. Für den österreichischen Sender FM4 haben sie’s mal so fabuliert: „Eine Mischung aus Deep Purple, Dire Straits und Drafi Deutscher, angereichert mit etwas Dote Hosen und Dreen Day. Das Ganze mit dreffenden, deils diefsinnigen deutschen Dexten. Einfach dadellos.“ Und irgendwie stimmt das datsächlich.

Für die Lieder und Texte zeichnet Sänger und Gitarrist Tom Peng aus Weilheim verantwortlich. Dieser Name ist natürlich ein Pseudonym, wie auch bei Heiner Knappsack (Weilheim, Originaltext auf der Band-Homepage: „Heiner spielt den Bass. Und zwar sowas von.“) und Schlagzeuger Ede Knappsack (Obereglfing, „unser ADAC-Kind“). Das tolle Treiben soll mit Rücksicht auf Toms Beruf ein wenig anonym bleiben. So anonym es eben geht, wenn die Stimme mit ein paar Klicks jeder hören kann, die Lust am Livespielen groß ist und seit 2015 sogar eine CD („Diese Welt und andere Katastrophen“) erhältlich ist.

Wann gegründet – und warum?

Die jetzige Besetzung wurde 2015 gegründet, um die Lieder von Tom live umzusetzen. Die Stücke und Aufnahmen stammen teilweise schon aus den Jahren davor.

Was ist die Mission von „Die Tollsten“?

Feine Rockmusik mit deutschen Texten, die schmerzfrei mitgesungen werden können. Oberste Priorität: gute Laune der Zuhörer.

Zwischen welche Bands oder Platten gehören „Die Tollsten“ im Plattenregal?

Zwischen „Deep Purple“ und Drafi Deutscher natürlich.

Wer hört „Die Tollsten“ bisher?

Gute Frage. Freunde, Bekannte, Verwandte, vielleicht aber auch mehr, als wir meinen?

Wer sollte „Die Tollsten“ unbedingt mal hören?

Heino.

Ein Song, mit dem man „Die Tollsten“ am besten kennenlernt?

„Am Horizont“.

Eine Textzeile, die viel über „Die Tollsten“ sagt?

„Heino, sing doch mal ein Lied von uns.“

Höhepunkt der bisherigen Karriere?

„Die Tollsten“ wurden schon bei „Baumanns Rockperlen“ (das waren noch Zeiten!) in „Bayern 3“ gespielt. Leider hat das die Fachwelt offenbar nicht so mitbekommen.

Ein Werbespruch für „Die Tollsten“?

Toll, toller, Die Tollsten.

Freunde?

Hoffentlich viele.

Feinde?

Bis jetzt keine (aber wer weiß...).

Wo stehen „Die Tollsten“ in zehn Jahren?

Hoffentlich gesund und munter auf irgendeiner Bühne mit einem gut gelaunten Publikum vor der Nase.

Das nächste Konzert von „Die Tollsten“ gibt’s am Samstag, 28. Januar, von 19 bis 21.30 Uhr bei „Kunst und Rad“ im Weilheimer Fahrradladen „Zeitlosmobil“ (Rathausplatz 13). Außerdem spielt die Band am Samstag, 25. März, 20.30 Uhr, in der Schongauer Musikkneipe „Eulenspiegel“ (der Eintritt ist jeweils frei).

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