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Zwischen Ausgelassenheit und Erleichterung: Nach dem Spiel feierten die Weilheimer (v. li. Johnny Millwood, Alex Brem, Andy Thumser, Henning Ballhausen und Sebastian Jungwirth) ihren knappen Sieg.

Basketball: Bayernliga

Krimi mit glücklichem Ende für Weilheim

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Gute Nerven benötigte der Anhang der Weilheimer Basketballer im Heimspiel gegen Unterhaching. Am Ende wurde er für sein Zittern belohnt. 

Weilheim – Die Heimserie der Weilheimer Basketballer hat gehalten – aber nur dank einer gehörigen Portion Glück. In einer hochdramatischen Partie setzten sich die Mannen von Coach Darryl Millwood gegen den TSV Unterhaching schlussendlich mit 82:80 (44:38) durch. Die entscheidenden zwei Punkte erzielte Andreas Brem, der große Nervenstärke bewies. 14 Sekunden vor der Schlusssirene versenkte er beim Stand von 80:80 zwei Freiwürfe. In der verbleibenden Zeit gelang es den Gästen nicht mehr, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen.

„Über 82 Punkte in der Offensive kann man nicht meckern, wenn schon man 80 bekommt“, analysierte Millwood recht nüchtern diesen Krimi, der für seine Mannschaft ein glückliches Ende hatte. Die Weilheimer Zuschauer jedenfalls waren begeistert. Nach Spielende feierten sie ihr Team mit stehenden Ovationen. Damit fand für den Aufsteiger aus der Kreisstadt eine herausragende Vorrunde ihr standesgemäßes Ende. Punktgleich mit Tabellenführer Schwabing II, der ebenfalls gewann (87:71 gegen den ESV Staffelsee) gehen die Weilheimer in die Weihnachtspause.

„In der Defensive haben wir zu viele Leichtsinnsfehler gemacht“, kritisierte Millwood. Gleichzeitig lobte er den Kampfgeist seiner Schützlinge. „Die Mannschaft hat alles gegeben“, urteilte Weilheims Coach. Das war auch nötig, denn die Unterhachinger, die mit fünf Mann aus der ersten Garnitur plus vier Nachwuchsspielern angereist waren, machten ihr das Leben sehr schwer. Bereits im ersten Viertel wogte die Partie hin und her. Die Führung wechselte mehrfach. Beide Teams trafen vor allem aus der Distanz. Fünf erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe konnten einen 20:24-Rückstand der Weilheimer nach zehn Minuten jedoch nicht verhindern. Auch im zweiten Viertel liefen die Hausherren weitgehend dem Gegner hinterher. Erst in der Schlussphase zogen die Weilheimer mit einer 8:0-Serie an den Gästen vorbei.

Nachdem Henning Ballhausen, der sein letztes Spiel für die Kreisstädter bestritt, die zweite Halbzeit gleich mit einem Dunking eröffnet hatte, lief es für die Hausherren etwas besser. Die Abwehr stand jetzt sicherer, auch die Reboundarbeit und der Abschluss passten. Dadurch erarbeiteten sich die Weilheimer eine komfortable Führung (59:47), die sie auch fast bis zum Viertelende verteidigten, da die Hachinger einige Freiwürfe verwarfen.

Im letzten Viertel ging der Schwung bei den Hausherren aber wieder etwas verloren. „Da habe ich mit einigen Wechseln vielleicht auch dafür gesorgt, dass es nicht mehr so gelaufen ist, das muss ich auf meine Kappe nehmen“, zeigte sich Millwood selbstkritisch. Sein Team traf in der Folge nicht mehr so oft wie erhofft. Die Gäste nutzten dagegen ihre Wurfmöglichkeiten, auch aus der Distanz, konsequenter. So kamen die Unterhachinger wieder bis auf 71:70 heran (36.). Eine Minute später hatten sie in diesem intensiven Duell sogar die Führung übernommen. In der nervenaufreibenden Schlussphase ging es weiter hin und her. Nach einem erfolglosen Weilheimer Break glichen die Gäste mit drei Freiwürfen zum 80:80 aus (40.). Im Anschluss versenkte aber auch Andy Brem seine zwei Freiwürfe – und wenig später lagen sich die Weilheimer jubelnd in den Armen.

Statistik Weilheim

Andy Thumser 19/4 Dreier, Alex Thumser 15/4, Andreas Brem 13/1, Henning Ballhausen 12, Philipp Brenner 8/2, Johnny Millwood 5, Flo Willkomm 4, Raphael Sedlmayr 4, Sebastian Jungwirth 2, Alex Brem

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