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Thomas Gansneder (rechts, hier noch im Trikot des ESV Staffelsee) feierte ein überraschendes Comeback bei den Weilheimern.

Basketball: Bayernliga

Weilheim freut sich über einen Rückkehrer

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Zu einem überraschenden Comeback kam es beim Auswärtsspiel der Weilheimer Basketballer beim SB Rosenheim II.

Weilheim – Die Wiedergutmachung für die Hinspielniederlage ist gelungen. In einer hart umkämpften Bayernliga-Partie setzten sich die Basketballer des TSV Weilheim beim SB DJK Rosenheim II mit 87:74 (42:34) durch. Der Erfolg beim Tabellenvierten war angesichts der Erfolgsserie der TSV-Korbjäger, die inclusive Pokal jetzt neunmal hintereinander gewonnen haben, nicht wirklich überraschend.

Dafür sorgten die Kreisstädter bei der Aufstellung für eine Überraschung. Thomas Gansneder gab bei der Sportbund-Reserve sein Comeback im Weilheimer Trikot. Am Tag vor dem Spiel kam der TSV auf gerade einmal sechs einsatzbereite Spieler. Alex Brem und Andy Thumser fielen krankheitsbedingt aus, Johnny Millwood stand zwar im Kader, er war wegen einer Erkältung aber nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. „Da hat der Coach einfach mal Thomas gefragt, und der hat wohl, angesteckt von der Superstimmung im Derby gegen Murnau, zugesagt“, freute sich TSV-Teamsprecher Flo Willkomm über die Rückkehr seines langjährigen Teamkollegen, der zuletzt in der Saison 2012/13 das Weilheimer Trikot trug. „Er hat im letzten Viertel auch einen ganz wichtigen Dreier gemacht“, lobte Willkomm den Rückkehrer. „Bis auf das zweite Viertel haben wir gut getroffen“, war für Willkomm vor allem die Offensivstärke des TSV ausschlaggebend für den Erfolg.

Die Gäste erwischten auch gleich einen Start nach Maß. Im ersten Viertel dominierten die Weilheimer das Geschehen, was auch in einer komfortablen 24:12-Führung seinen Niederschlag fand. „Wir hatten einen guten Spielrhythmus, und auch die Dreier haben ihr Ziel gefunden“, zeigte sich Willkomm sehr zufrieden. Im zweiten Viertel lief gegen die ersatzgeschwächten Rosenheimer, die unter anderem auf ihre beiden großen Spieler Eugen Schulezko und Varfie Kromah verzichten mussten, zunächst weiter alles nach Plan für den TSV. Nach dem 40:24 (17.) schalteten die Weilheimer jedoch zwei Gänge zurück. Die anschließenden Nachlässigkeiten bestraften die Hausherren mit einer 10:2-Serie, wodurch sie bis zum Seitenwechsel wieder herankamen. „In der Liga dürfen wir uns einfach keine Pause gönnen und nicht ohne Einsatz und Leidenschaft spielen“, ärgerte sich Willkomm.

Anfangs der zweiten Hälfte vergaben die Weilheimer dann auch noch vier Freiwürfe in Folge, sodass Rosenheim auf 42:38 verkürzte und damit wieder bedrohlich nahe kam (21.). Mit vier Drei-Punkte-Würfen in vier Minuten schafften die TSV-Herren danach aber den Befreiungsschlag. Im Schlussviertel hielten sie die Hausherren weiter auf Distanz. Der verletzungsbedingte Ausfall von Alex Thumser – der Topscorer dürfte mit einer Sprunggelenksverletzung einige Wochen ausfallen – sorgte bei den Gästen einige Minuten lang für Verunsicherung. Mit dem Dreier von Gansneder und einem weiteren von Philipp Brenner sowie einer am Ende noch ordentlichen Freiwurfquote bogen die Weilheimer dann aber endgültig auf die Siegerstraße ab.

Statistik Weilheim

Alex Thumser 22/2 Dreier, Andreas Brem 17/2, Raphael Sedlmayr 14/2, Philipp Brenner 12/3, Flo Willkomm 10, Thomas Gansneder 5/1, Sebastian Jungwirth 4, Johnny Millwood 3, Martin Fernholz.

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