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Jetzt dürfen sie feiern: Nach dem schmucklosen Heimsieg gegen den Tabellenletzten Holzkirchen sind Weilheims Männer (rechts Trainer Darryl Millwood) nicht mehr von den Aufstiegsrängen zu verdrängen.

Basketball: Bezirksoberliga

Aufstiegsjubel in Weilheim

Meister der Bezirksoberliga sind die Basketballer noch nicht, dennoch haben sie allen Grund zum Jubel.

Weilheim – Als unerwartet steinig erwies sich für die Basketballer des TSV Weilheim der Weg zum Aufstieg. Statt des erwarteten Spaziergangs im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TuS Holzkirchen musste sich der designierte Meister ordentlich anstrengen, um gegen das Rumpfteam der Gäste einen 75:62 (43:25)-Arbeitssieg einzufahren. Am Ende überwog aber doch die Freude, denn nach diesem mühevollen Erfolg sind die TSV-Herren drei Spieltage vor Saisonende rechnerisch zwar noch nicht Meister, der Aufstieg in die Bayernliga ist aber perfekt.

Den Titel unter Dach und Fach bringen wollen die Weilheimer am kommenden Samstag im Gastspiel beim Tabellenzweiten Unterhaching. „Da müssen wir dann aber besser spielen als gegen Holzkirchen“, so TSV-Coach Darryl Millwood, der mit dem Auftritt seiner Mannen gegen den Tabellenletzten nicht zufrieden war. Ein Lob gab es hingegen für die Gäste: „Im Hinspiel hatten die noch eine komplett andere Mannschaft. Die Spieler heute waren überaus athletisch“, so Millwood.

Unzufrieden war er auch mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen, vor allem in der zweiten Hälfte. „Das ist leider so, dass die Schiris in dieser Saison eher gegen uns pfeifen, aber wir gewinnen trotzdem“, kommentierte Millwood zahlreiche aus seiner Sicht ungeahndete Fouls gegen seine Mannschaft, während auf der Gegenseite auch bei vermeintlichen sauber geklärten Bällen ein Foulpfiff ertönte.

Bis zur Halbzeit sah es noch nach einem entspannten Nachmittag für die Weilheimer aus. Die Neun-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel verdoppelten die Hausherren bis zum Wechsel. Anfang der zweiten Halbzeit verloren die TSV-Herren aber zunehmend den Faden. Die Holzkirchener, die nur mit sieben Feldspielern angetreten waren, von denen sich zudem zwei schon vor der Pause mit dem fünften sowie zwei unsportlichen Fouls verabschiedeten, bissen sich immer wieder durch und verkürzten so kontinuierlich den Rückstand. Auch eine Auszeit von Millwood konnte nicht verhindern, dass es plötzlich 48:42 stand (26.) und somit eine faustdicke Überraschung in der Luft lag. Andy Thumser mit einem Drei-Punkte-Wurf sowie Andreas Brem mit einigen Körben sorgten dann aber wieder für etwas Ruhe und einen 13-Punkte-Vorsprung zum Ende des dritten Viertels in der zunehmend hektischen Partie.

Im Schlussviertel kontrollierten die Weilheimer weitgehend das Geschehen, da sich bei den Gästen der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. Richtig rund lief es beim TSV aber nicht, was der dreifache Fehlwurf des unbedrängten Raphael Sedlmayr unter dem Korb bewies. Letztlich störte das aber nicht, da die Weilheimer den Arbeitssieg dann doch unbeschadet ins Ziel brachten. „Das war kein schönes Spiel, aber davon hat es in dieser Saison bisher nur sehr wenige gegeben“, sagte TSV-Teamsprecher Flo Willkomm, ehe er entschwand und mit der Mannschaft den Aufstieg feierte.    Roland Halmel

Statistik Weilheim

Alex Thumser 16, Andreas Brem 15/2 Dreier, Philipp Brenner 12/2, Raphael Sedlmayr 11, Flo Willkomm 10, Andy Thumser 5/1, Sebastian Jungwirth 3/1, Alex Brem 2, Matthias Albrecht 1, Johnny Millwood

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