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Der Wohnteil dieses Gebäudes in Marnbachs Mitte bleibt erhalten, doch der ehemalige Stall soll abgerissen und ein neues Mehrfamilienhaus angebaut werden.

neubauprojekt in marnbach  

Gestern Stall, morgen Wohnungen

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Aus einem Stall werden Wohnungen: Ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus soll auf einer Hofstelle in Marnbachs Dorfmitte entstehen. Weilheims Bauausschuss ist grundsätzlich einverstanden – nur nicht mit der Zahl der Wohnungen.

Marnbach – Acht zusätzliche Wohneinheiten möchte der Antragsteller in dem geplanten Neubau schaffen, für den das ehemalige Stallgebäude im Anschluss an das Wohnhaus an der Seeshaupter Straße 7 komplett abgerissen werden soll. „Das ist ein bisschen zu viel“, sagte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt gestern im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrats – und war sich darin mit allen Mitgliedern des Gremiums einig. Denn der Bebauungsplan „Dorfgebiet Marnbach“ lässt für das Grundstück insgesamt maximal acht Wohneinheiten zu. Und eine oder zwei dieser Wohneinheiten – die genaue Zahl muss das Stadtbauamt noch eruieren – bestehen bereits in dem Bauernhausteil, der erhalten bleibt.

CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl warnte davor, von dieser Vorgabe des Bebauungsplans abzuweichen: „Sonst holen wir das nie wieder ein.“ Die Stadt habe eine solche Obergrenze für Neubauprojekte in den Ortsteilen Marnbach, Deutenhausen und Unterhausen mit Bedacht beschlossen, um den Dorfcharakter zu bewahren. „Insgesamt maximal acht Wohneinheiten, davon dürfen wir nicht abweichen“, betonte auch Bürgermeister Markus Loth (BfW). Kleiner müsste der geplante Neubau deshalb nicht werden, meinte Rupert Pentenrieder (BfW), denn die Wohnungen könnten ja ruhig größer werden – Bedarf dafür gebe es allemal.

Mit dem Vorhaben an sich ist der Bauausschuss einverstanden. Laut Bauanfrage will der Eigentümer den ehemaligen Stall abreißen und das neue Mehrfamilienhaus in genau gleicher Größe an den zu erhaltenden Wohnteil anbauen – zweigeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss. Dass Letzteres dadurch zu einem zusätzlichen Vollgeschoss würde, sei in Ordnung, betonte Stadtbaumeisterin Roppelt. Das ergebe sich automatisch, wenn der Neubau die vorhandene Bebauung aufnehmen solle.

Unschön findet der Bauausschuss aber die geplanten Wiederkehren im Dachgeschoss: „Die passen nicht ins Dorf“, so BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl. Überhaupt wurde die genauere Gestaltung des Neubaus – gewünscht werden zum Beispiel Sprossenfenster und eine Holzverschalung – auf „Wiedervorlage“ gesetzt. Grundsätzlich stimmte das Gremium der Bauanfrage aber zu.

Gefallen fand im Ausschuss auch der Plan des Bauwerbers, die Garagen (und damit die Hälfte der zwölf erforderlichen Autostellplätze) im Untergeschoss des Neubaus unterzubringen – mit Zufahrt vom Westen und Norden des Anwesens. Das erspare zusätzliche Versiegelung, sagte Roppelt, und das dafür nötige Gefälle sei auf dem Grundstück teilweise schon vorhanden.

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