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Schon bei den Proben gaben die Theaterer alles.

Haunshofen

Wildkatzen werden zu Schmusekätzchen

Ein Garant für gute Stimmung sind seit vielen Jahren die Theaterer des Heimat- und Trachtenvereins Haunshofen. Im vollbesetzten Saal des Gasthauses „Dorfwirt“ sorgten diesmal „Die drei Wildkatzen“, eine Komödie von Hans Stöckl, für Spaß und jede Menge Turbulenzen.

Haunshofen – Die Wildkatzen machten ihrem Namen alle Ehre, wollte doch jeder der drei Schwestern nach dem Tod des Vaters Bäuerin auf dem Daxlberghof werden, doch nur die erste, die verheiratet ist, soll ihn bekommen. Und es war ein Spaß, den Dreien zuzuschauen und zuzuhören. Marlies Meyer spielte mit viel Elan und noch mehr mit vorlauter „Goschn“ ihre Rolle, die der Kuni, genauso „schnappig“ und vorlaut waren auch ihre Schwester Kathi (Andrea Kammermeier) und Johanna Schmid, die die Gretl mimte.

Dass die drei Wildkatzen auch recht bissig sein und ihre Krallen ausfahren konnten, erfuhren die drei Burschen, der Girgl (Matthias Steigenberger), der Bartl (Peter Zach jun.) und der Sepp (Anton Reindl) nur zu oft, denn alle waren durchaus heiratswillig. Alle drei spielten ihre Rollen so authentisch, dass es eine Wonne war, dem Geschehen auf der Bühne zuzuschauen und den Hoagascht zu verfolgen, mit dem die Drei ihre Angebeteten mehr oder weniger charmant umwarben.

Mit Diplomatie und einem Stamperl

Wäre da nicht der Pauli, ein strammer Bursche und Aushilfe am Hof, gewesen. Den starken Mann, der sich mit viel List und Tücke die drei Grazien, allesamt in ihn verliebt, vom Leibe hielt, spielte Hubert Kergl jun. mit Hingabe. Die junge Truppe wurde unterstützt von einem Urgestein und eingefleischtem Haunshofener Theaterer, Leonhard Leitner. Er hatte die Rolle des Onkels der drei Wildkatzen, übernommen und versuchte, mit Diplomatie und einem Stamperl die Drei unter die Haube zu bringen und den Streit ums Erbe zu beenden.

Doch bevor es soweit war, ging es noch richtig zur Sache. Pauli wurde von den drei Wildkatzen arg in die Mangel genommen und nicht gerade zart behandelt. Doch konnten die Drei auch schnurren beim Anblick ihrer Hochzeiten, und so wurden die drei bissigen Wildkatzen doch noch zu Schmusekätzchen.

Es war ein Stück mit viel Gefühl, feinem Humor und einer guten Portion bayrischer Lebensart, das Spielleiter Hubert Kergl mit seiner Mannschaft bestens in Szene setzte und bei dem Souffleuse Franziska Schwaiger einen ruhigen Abend hatte. In den Pausen sorgten Hedwig und Vitus, zwei junge Musikanten, mit einigen Stücken für Unterhaltung.  Von Inge Beutler

„Die drei Wildkatzen“

gibt es noch am Ostermontag, 2., Samstag, 7., und Sonntag, 8. April , jeweils um 20 Uhr im Gasthaus „Dorfwirt“ zu sehen. Karten bei Hermann Steidl, Telefon 08158/1774.

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