Hier am Herzog-Christoph-Platz könnte bald ein Baum stehen – wenn der Stadtrat zustimmt, denn manches spricht auch dagegen. Foto: Peter Preller

"Baum oder nicht Baum?" bleibt weiter die Frage

Weilheim - Braucht es vor der Musikschule in Weilheim einen Baum? Der Stadtrat kann sich nicht entscheiden.

Ein Brunnen, drei Fahnenmasten, zwei Laternen und ein Behindertenparkplatz: All’ das findet sich auf dem Platz vor der Musikschule, im Sommer stehen dort außerdem noch Tische und Stühle des angrenzenden Cafés. Braucht es da noch einen Baum? Der Stadtrat war in seiner Sitzung am Donnerstagabend unschlüssig - und vertagte die Entscheidung.

Mit der Vertagung geht die Diskussion um das Für und Wider des Baumes bald in die dritte Runde: Zuerst stimmte der Bauausschuss mit 5:4 Stimmen dafür, Bürgermeister Markus Loth ließ dann aber noch den Stadtrat darüber debattieren - weil die Pflanzung der Gleditschie rund 11 000 Euro kosten würde, was dem Bauausschuss nicht bekannt war (wir berichteten).

„11 000 Euro kommt gar nicht in Frage!“, sprach Rupert Pentenrieder (BfW) jetzt den Stadträten aus der Seele. Durch die mit elf Gegenstimmen beschlossene Vertagung soll die Agenda 21 Zeit bekommen, einen Vorschlag zur Kostensenkung zu machen.

Abgesehen von den Kosten gibt es andere Einwände gegen den Baum: Musikschulleiter Josef Dichtl befürchtet, dass weniger Licht in seine Räume kommt, teilte er der Stadt in einem Schreiben mit. Gerhard Trautinger (SPD) fand, man solle „den heimeligen Platz nicht zubauen“, gleicher Meinung ist Klaus Gast (CSU). Die Mehrheit schloss sich jedoch Alfred Honisch (Grüne) an: Er beantragte die Rückstellung des Antrags, um der Idee eine weitere Chance zu geben.

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