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Starke Premiere im Saal der Oberlandschulen: das „WM Bigband Collective“.

Weilheim

Starke Premiere für "WM Bigband Collective"

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Weilheim - Das neu gegründete "WM Bigband Collective" beeindruckte am Samstagabend  gut 150 Zuhörer im Saal der Oberlandschulen.

Wenig Show, schüchterne Ansagen und nicht mal Ansätze, sich selbst zu feiern und beweihräuchern – stattdessen einfach Musik pur... „Einfach“? Ach, wenn’s so einfach wäre! Eine echte Leistung ist es, wenn 18 Anfangszwanziger, ob ihrer Ausbildungen quer durch Deutschland und die Schweiz verteilt, eine Bigband gründen. Und ein Genuss ist es, als Zuhörer den Zauber eines solchen Anfangs mitzuerleben – so wie es gut 150 Besucher am Samstagabend im Saal der Oberlandschulen taten. Dort feierte das „WM Bigband Collective“ seine Premiere.

Ehemalige der Weilheimer Gymnasiums-Bigband und Freunde aus dem Landesjugendjazzorchester – viele von ihnen inzwischen Musikstudenten – haben das „Collective“ gegründet, um dem satten Sound zu frönen, der sie von klein auf begeistert hat. Und das taten sie schon beim Debüt auf erstaunlich gereifte, eingespielte Art. Eine Woche lang hatten sie dafür heftigst in den Oberlandschulen geprobt. Der kulturbegeisterte Lehrer Jochen Kleinmond hat das als „Nachbarschaftshilfe“ ermöglicht und erzählte beeindruckt vom Groove, den die jungen Musiker in Kürze aus „Riesenchaos“ entwickelt hätten.

Swingende Bigband-Klassiker, etwa aus der Feder von Count Basie, boten sie beim zweistündigen Konzert am Samstag ebenso engagiert und professionell wie Modernes – etwa das flirrende „Notwist“- Stück „Another Planet“ sowie anspruchsvolle Eigenkompositionen des Hohenpeißenberger Trompeters Jakob Maes (19) und des Weilheimer Schlagzeugers Felix Wolf (20). Die wagten auch Experimentelles wie die Gedichtverse, die Sängerin Veronika Loy in Maes’ „Red Moon Rising“ sprach. Ein Kontrast zur souveränen Musikdarbietung und doch liebenswert war die „Moderation“: Wer das nächste Stück spontan ansagen musste, wurde jeweils ausgelost. Doch „zufällig“ traf es stets die selben beiden Bläser. Verstanden hat man deren Worte nicht immer. Doch an diesem Abend zählte ja nur eins: Musik! Viel Beifall, zwei Zugaben – und die Gewissheit: Das war erst der Anfang.

Magnus Reitinger

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