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Schön anzuschauen, aber brandgefährlich: Bengalische Feuer sind daher in Sportstadien streng verboten. 

„Eishackler“ ziehen Konsequenzen

Bengalos beim Auswärtsspiel: Stadionverbot für Fanclub

Peißenberg -  Die "Eishackler" sperren ihren Fanclub aus. Und das, bis geklärt ist, wer  das bengalische Feuer im Geretsrieder Stadion gezündet hat.

Die Eishockey-Abteilung des TSV Peißenberg greift durch: Nach der Randale am vergangenen Freitag im Bayernliga-Spiel der Peißenberger beim ESC Geretsried hat der Vorstand den Mitgliedern seines Fanclubs „Blackreds“ Stadionverbot erteilt. Ein Zuschauer im Peißenberger Fanblock hatte ein bengalisches Feuer gezündet. Als ein Mitarbeiter des Ordnungsdienstes einschritt, wurde dieser durch den Funkenflug im Gesicht verletzt. Die Identität des Täters, der nach diesem Vorfall sofort aus dem Stadion flüchtete, ist noch nicht ermittelt. „Solange nicht geklärt ist, wer das gemacht hat, hat der Fanclub keinen Zutritt“, so „Eishackler“-Chef Norbert Ortner. Eine weitere Konsequenz: Die Peißenberger werden die Personenkontrollen bei Heimspielen erheblich verstärken. „Ich werde da in nächster Zeit persönlich dabei sein“, sagt Ortner. Die Vorfälle in Geretsried sind ihm höchst unangenehm, auch deswegen, weil beide Vereine ein sehr entspanntes Verhältnis haben. „Das alles tut uns wahnsinnig leid.“

Was der Abteilungsleiter bislang herausgefunden hat: Der Übeltäter soll einer neuen Gruppierung angehören, die sich „Ultra Chaos Peißenberg“ nennt und aus drei, vier Mitgliedern bestehen soll. Ortner vermutet, dass es sich um Typen handelt, die sich bislang in Fußballstadien herumgetrieben haben und dort aufgrund der strengen Kontrollen „nicht mehr zum Zug kommen“. Die Angehörigen des Fanclubs „Blackreds“, der zwischen 30 und 40 Mitglieder zählt, waren an der Bengalo-Aktion offensichtlich nicht beteiligt, doch nach Ansicht Ortners müssen sie den Namen des Zündlers kennen. Und solange sie den Namen nicht preisgeben, stehen die „Blackreds“ – mit Ausnahme einer Handvoll Fans, für die Ortner seine Hand ins Feuer legt – vor verschlossenen Stadiontüren. Der „Eishackler“-Chef ist aber zuversichtlich, dass der Fanclub bis zum nächsten Heimspiel am 18. Dezember gegen Buchloe sein Schweigen bricht. „Der Vorstand und die Mannschaft machen Druck“, so Ortner.

Das Zünden eines Bengalos war am vergangenen Freitag nicht das einzige negative Vorkommnis an diesem Abend: Ein 27-jähriger Peißenberger, der nach dem Bengalo-Vorfall aus dem Stadion gebracht werden sollte, schlug einem Ordner mehrmals ins Gesicht. Dieser „Fan“ ist beim TSV bereits aktenkundig. Er sei, so Ortner, vor geraumer Zeit bereits aus dem Fanclub geflogen, „weil er so ein Zornbinkel ist“.

Als „absolute Ausnahme“ bezeichnet ESC-Vorsitzender Thomas Stöber die Vorfälle vom Freitag. Anders als bei der Partie gegen Pegnitz, als man eigens das Ordnungspersonal verstärkt und mit der Polizei zusammengearbeitet habe, „sind wir für das Derby gegen Peißenberg davon ausgegangen, dass alles ruhig bleibt“. Dies sei leider nicht der Fall gewesen. „Das Abbrennen von Bengalos ist in jedem Sportstadion verboten. Außerdem haben die Peißenberger eine Holzbank zertrümmert und ein Schild geschädigt“, so Stöber. In jedem Fall habe es sich ausgezahlt, dass man seit Saisonbeginn einen professionellen Security-Dienst für die Heimspiele engagiert habe. „Das kostet uns zwar Geld, aber wie man am Freitag gesehen hat, hatten die Ordner die Situation schnell im Griff.“ Auch habe zu keiner Zeit die Gefahr bestanden, dass andere Zuschauer beeinträchtigt werden, betont Stöber: „Deshalb haben wir ja einen Gästeblock auf der Tribüne.“ Für die gegnerischen Fans gibt es eigenen Ein- und Ausgang.

Stefan Schnürer und Thomas Wenzel

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