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Eineinhalb Stunden freie Rede: Bürgermeister Josef Steigenberger führte bei der Bürgerversammlung in Bernried durchs aktuelle Dorfgeschehen. 

Bürgerversammlung Bernried

2017 geht es auch um Schule und Kinderhaus

Eineinhalb Stunden freie Rede, ohne Manuskript: So führte Bürgermeister Josef Steigenberger durch die Bürgerversammlung in Bernried. Es ging auch um die Erweiterung von Schule und Kinderhaus.

„Fünf Minuten vor halb acht hab’ ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht“, gestand Bürgermeister Josef Steigenberger bei der Begrüßung zur Bernrieder Bürgerversammlung. Zum besagten Zeitpunkt hatten sich gerade einmal zehn Leute im „Generali-Center“ eingefunden. Doch der Rathauschef stand letztlich doch vor einem stattlichen Auditorium von rund 80 Besuchern: „Man kann sich auf die Bernrieder eben verlassen. Sie kommen immer“, freute sich Steigenberger über die Resonanz. 

Das war nicht das einzige Lob, das der Bürgermeister in der Versammlung für den Ort und seine rund 2250 Einwohner parat hatte. Da war von einer „super Dorfgemeinschaft“ die Rede und davon, dass Bernried regional weder Starnberg noch Weilheim zuzuordnen sei, sondern sich „seine eigene Identität in hervorragender Weise erhalten hat“. „Und Bernried ist eine sehr aktive Gemeinde, wo wirklich etwas passiert“, betonte Steigenberger.

Wohl wahr: Seit 2002 hat das Klosterdorf 35 Millionen Euro in die örtliche Infrastruktur investiert. Aktuell laufen unter anderem der Bau der Turnhalle (Steigenberger: „Sie wächst und gedeiht“) sowie der Ausbau des Sommerkellers respektive Gemeindezentrums („Wir schaffen da etwas ganz Tolles“).

In absehbarer Zeit wird der Erweiterungsbau für die Grundschule und das Kinderhaus hinzukommen. Im Frühjahr nächsten Jahres soll dazu ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden: „Das ist ein spannendes Thema, das man nicht mehr auf die lange Bank schieben darf“, kündigte Steigenberger angesichts des erforderlichen Raumbedarfs an.

Und wie werden all die Projekte finanziert? Bislang ohne Neuverschuldung, wie der Rathauschef den Versammlungsteilnehmern stolz verkündete. Am Jahresende werden sich die „alten“ Verbindlichkeiten auf rund 2,1 Millionen Euro belaufen. Ein Stand, den Steigenberger angesichts des Niedrigzinsniveaus als „verschmerzbar und eigentlich sogar vernünftig“ bezeichnete: „Man kann dann mit dem Kapital arbeiten.“

Bernhard Jepsen

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