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Der Sommerkeller begeistert Stefan Kirpal (l.) und Max Grosch, die das „Bernrieder Musikfestival“ initiierten. 

Am 30. Juli geht‘s los  

Premiere fürs „Bernrieder Musikfestival“

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Bernried bekommt ein Musikfestival: Der im Ort aufgewachsene Jazzgeiger Max Grosch hat es initiiert und wird es am 30. Juli selbst mit einem Open-Air beim Buchheim-Museum eröffnen. Für die nächsten Jahre hat er große Pläne.

Bernried – Gut 20 Jahre ist es her, dass Max Grosch von Bernried in die Welt zog. Da begann er sein Geigenstudium in Augsburg, erhielt dann Stipendien für die „University of Houston“ und die renommierte „New School“ in New York. Seit 2004 ist er Professor für Jazzvioline am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt; Konzerte gab er in den vergangenen Jahren in den USA und Kanada, in zahlreichen europäischen Ländern und in Zentralasien. Vier CDs hat Max Grosch bisher unter seinem eigenem Namen eingespielt.

So viel er auch herumkam (und weiterhin -kommt): „Es war immer ein Traum von mir, mal ein Festival in Bernried zu machen“, sagt Grosch, der inzwischen 42 Jahre alt ist und in Wolfratshausen wohnt. Und diesen Sommer ist es so weit: Das „1. Bernrieder Musikfestival“ beginnt am 30. Juli mit einem Open-Air-Konzert von „Max Grosch & Friends“ im Park des Buchheim-Museums. Am 12. August folgt eine „Sommerserenade im Kunstkeller“: Das „Diogenes Quartett“ spielt Klassik im frisch renovierten Sommerkeller unter dem Rathaus.

Im „Diogenes Quartett“ sitzt – als erster Geiger – auch der Partner, mit dem zusammen Grosch das Festival organisiert, leitet und ausbauen will: Stefan Kirpal, in Pasing zu Hause, ist von den Bernrieder Schauplätzen und Möglichkeiten ebenso begeistert wie Grosch. „Ich benutze das Wort ungern“, sagt Letzterer, „aber der renovierte Sommerkeller ist wirklich eine Hammer-Location, seine Atmosphäre ist einzigartig“. Beim Konzert am 12. August werden dort noch Bilder und Skulpturen der großen „Bernrieder Kunstausstellung“ zu sehen sein, die ebenso in das Festival einbezogen wird wie das Buchheim-Museum. Auch die Gemeinde Bernried unterstützt die Premiere aktiv, Bürgermeister Josef Steigenberger ist Schirmherr. Man wolle den Bernriedern und allen Musikfreunden langfristig „etwas Außerordentliches bieten“, schreibt er im Grußwort – und lädt ein zum „Feiern der Freude, die aus Musik entsteht“.

Grosch und Kirpal wollen für die nächsten Jahre weitere Institutionen und Schauplätze ins Boot holen, etwa das Kloster, Galerien, das Hotel „Marina“ oder Klinik und Schloss Höhenried. „Das Ziel wären fünf bis zehn Konzerte im Sommer“, so Grosch, „an verschiedenen Orten, mit verschiedenen Stilrichtungen, wir sind da nicht auf Jazz und Klassik beschränkt“.

Wichtig sei, „dass das Festival zu Bernried passt“. Man wolle „nicht von außen etwas implantieren, was dann schnell wieder vorbei ist“, erklärt der Jazzgeiger, „nicht die Hütte mit Münchenern voll machen“, sondern etwas für die Bernrieder und die Region auf die Beine stellen. So könnte jedes Jahr ein anderer Künstler mit Bernrieder Wurzeln im Vordergrund stehen, Grosch nennt als Beispiele den Jazzpianisten Jan Eschke oder den Cellisten Axel von Huene, der dem Gewandhaus-Orchester Leipzig angehört. Schön langsam solle das Festival wachsen, betont Grosch – „mit der Zeit“. Ein vielversprechender Anfang jedenfalls wird heuer gemacht.

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