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Abwasserkanäle teils völlig marode

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Bernried – Auf Grundeigentümer in Bernried kommen Untersuchungen der Abwasserkanäle zu. Falls diese sich als undicht erweisen, kann es für die Betroffenen teuer werden.

Die Kanalsanierung kann mit erheblichen Belastungen verbunden sein, wie Bürgermeister Josef Steigenberger (ÜFW) im Bernrieder Gemeinderat sagte. Die Eigentümer müssen zwar nicht die Untersuchungen, aber die Reparaturen selbst bezahlen.

Vorsicht vor "schwarzen Schafen"

Die Bürger sollten zudem auf der Hut sein: Der Abwasserverband Starnberger See warnt vor „schwarzen Schafen“ unter den Sanierungsfirmen, die sogar neben oder vor der offiziellen Untersuchung durch die Kommunen ihre oft nicht mit den Untersuchungsvorgaben abgestimmten Geschäfte machen wollten und auf angeblich gesetzliche Termine hinwiesen.

Der Ingenieur Manfred Osterrieder, der bereits in mehreren Westufer-Gemeinden kommunale Immobilien untersucht hat, beschrieb den Zustand der Kanäle so: „zum Teil mängelfrei, zum Teil Totalschaden.“ Von über 70 bis 80 Prozent Sanierungsbedarf an den bisher untersuchten kommunalen – allerdings meist älteren – Kanälen im Verbandsgebiet berichtet auf Anfrage die Diplomingenieurin Margot Große, die beim Abwasserverband das zuständige Projekt „awamo“ koordiniert. Osterrieder machte die Arbeiten aber im Bernrieder Gemeinderat vom Ausmaß der Schäden abhängig: „Man muss nicht immer gleich sanieren.“

Bei drei gemeindeeigenen Gebäuden in Bernried sind die Abwasserkanäle bisher untersucht worden: dem alten Rathaus, der alten Schule und dem Torbogengebäude. Ergebnis: Zum Teil besteht nennenswerter Sanierungsbedarf, zum Teil soll trotz Schäden abgewartet werden.

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