Münchner Promi-Künstler verstorben

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Andreas Gastl, Erster Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Würmsee, bei seinem Jahresbericht gestern in Bernried. 

Angehackte Fische in den Netzen

Fischerjahrtag in Bernried: Kein gutes Fangjahr

Das Jahr 2019 war nur ein mäßiges Fangjahr für die Berufsfischer am Starnberger See. Wieder einmal. Wie Andreas Gastl beim Fischerjahrtag in Bernried bilanzierte.

Bernried – „In der Summe müssen wir weiterhin von einem mäßigen Fangjahr 2019 sprechen“, sagte Andreas Gastl im Seerestaurant Marina in Bernried, wo die 34 am Starnberger See beheimateten Fischerfamilien am Freitag zu ihrem Fischerjahrtag zusammenkamen. Wie der Erste Vorsitzende der Fischereigenossenschaft Würmsee berichtete, habe das Wetter den Fischern heuer zwar keine größeren Schwierigkeiten bereitet. „Zu unserem Leidwesen fällt aber auf, dass sich wieder deutlich mehr Kormorane am Starnberger See aufhalten“, so Gastl. Schwärme mit 15 oder mehr Vögeln seien keine Seltenheit.

„Schlimm sind für uns besonders die einzelnen Kormorane, die gezielt die Fische aus unseren Netzen stehlen“, so Gastl. Fast täglich würden Fischer von Kormoranen angehackte Fische in ihren Netzen finden. Die großen schwarzen Vögel würden also nicht nur viele Fische stehlen, sondern zudem viele Netze beschädigen. „Weiterhin sind auch extrem viele Gänsesäger vor Ort und stellen gezielt den Jungfischen nach“, so Gastl.

Fang-Bilanz unterscheidet sich nach Fischarten

Was die einzelnen Fischarten betrifft, fiel Gastls Fang-Bilanz sehr unterschiedlich aus: Bei den Renken beispielsweise habe es heuer zu Jahresbeginn noch „verhältnismäßig gute“ Fänge gegeben. Gefolgt von einer längeren Durststrecke. Erst in den letzten Tagen seien wieder akzeptable Fangzahlen erreicht worden, die aber nur an einzelnen Tagen dreistellig gewesen seien.

Die Gewichtszunahme der Renken sei wegen des geringen Planktonaufkommens weiterhin gering. Das durchschnittliche Gewicht habe bei unter 200 Gramm gelegen. Zander, Seesaiblinge und Seeforellen seien mitunter nur recht selten ins Netz gegangen. Zudem seien viele der gefangenen Fische zu klein; etwa viele der Seeforellen. Die Fangzahlen bei den Aalen bezeichnete Gastl als „durchschnittlich“, und auch Brachsen seien eher selten zu erwischen.

Besser sehe es bei den Karpfen aus: Da seien teilweise „wirklich gute Fänge“ möglich gewesen. Und bei den Barschen würden die Fangzahlen wieder steigen – „Gott sei Dank“ so Gastl, der insgesamt bilanzierte, dass es nur verhältnismäßig wenige Weißfische im See gäbe.

Bedeutung der Fischer in der Region wird betont

Tim Weidner, Dritter Landrat des Landkreises Starnberg, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Berufsstandes der Fischer für die Seeregion, denn: „Sie sorgen für eine wichtige Lebensgrundlage.“ Bereits 1565 sei die Fischereigenossenschaft Würmsee gegründet worden. Diese lange Tradition bringe für den Landkreis die Verpflichtung mit sich, die Genossenschaft nach Kräften zu unterstützen, denn: „Was über so lange Zeit aufgebaut wurde, gilt es zu erhalten.“ Als besondere Herausforderung sieht Reinhard Reiter vom bayerischen Landwirtschaftsministerium diesbezüglich den Klimawandel und seine Folgen auf den See mit seinen Fischen und seinem Plankton.

VON FRANZISKA SELIGER

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Außerdem interessant: Huglfing und Schönberg bei Rottenbuch sind beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angetreten. Beide Orte hofften, dass sie in ihrer Kategorie (Huglfing bis 3000 Einwohner und Schönberg bis 600 Einwohner) den Kreisentscheid gewinnen und in den Bezirksentscheid einziehen – mit Erfolg.

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